Als Eberhard einmal…

…ausnahmsweise zu Hause war, beobachtete er seine Frau ohne Unterlass: beim Kochen, beim Abwaschen, sogar beim Fernsehen, bis ihr das zu bunt wurde: „Lass das bitte. Warum starrst du mich ununterbrochen an?“ Eberhard senkte den Blick, obwohl er von einem Experten aus seinem Verwaltungsteam gelernt hatte, wie wichtig Blickkonte waren. Nicht nur im Hafen der Ehe, sondern auch bis zum Großen Hafen. Brunnen wirkten da nur störend, hatte Eberhard begriffen und musste das seiner Frau erzählen, denn: „Jetzt können wir nicht nur auf dem Valoisplatz, sondern weitere 300 Meter jede Art von Veranstaltung veranstalten.“ Das hatte Eberhard zwar etwas unbeholfen ausgedrückt, aber es stimmte, schlief er sich kurz vor Mitternacht nicht am Brunnen vor dem Tore und auch nicht unter einem Lindenbaum in die Gefilde unergründlicher städteplanerischer Weisheit. Eberhards Frau jedoch sprach im Schlaf, und zwar diesen Satz: „Vielleicht solltet ihr diese Pflasterwüste mit Tristram und Isolde eröffnen.“
Heinz-Peter Tjaden
P. S. Für alle Nicht-Wilhelmshavener: Der OB heißt Eberhard Menzel

Die Geister, die sie riefen…

Wilhelmshaven (tj). „Glaubt ihr nicht an Geister?“ staunt Melanie (Name geändert) und blickt in die Familienrunde, sie berichtet von Geisterbeschwörungen, auch Anne Frank, das jüdische Mädchen, das sich vor den Faschisten versteckt und ein weltberühmt gewordenes Tagebuch geführt hat, habe sie mit ihren Freundinnen schon gerufen. Natürlich benutze die Mädchenrunde bei seinen okkulten Sitzungen auch ein Pendel. Das „Evangelium nach dem Spiritismus“ von Allan Kardec kennen die 13- und 14-Jährigen allerdings nicht, sie glauben auch ohne diese Behauptungen an die Welt der Geister: „Nicht der Meinung eines einzelnen Menschen vertraut man sich an, sondern der vereinten Stimme der Geister; nicht ein Mensch, sei ich es oder ein anderer, begründet den Spiritismus; auch nicht ein einzelner Geist, der sich jemandem aufdrängt, sondern die Gesamtheit der Geister, die auf der Erde entsprechend dem Willen Gottes wirken. Dies ist der essenzielle Charakter des Spiritismus, dort liegt seine Stärke. Gott wollte, dass sein Gesetz auf einer unerschütterlichen Basis ruht und deshalb überließ er es nicht dem schwachen Kopf eines einzelnen Menschen.“ Geschrieben hat Allan Kardec das 1864, übersetzt wurde dieses „Evangelium“ in 30 Sprachen. Doch: Was suchen Melanie und ihre Freundinnen eigentlich? Die Gesamtheit der Geister?
Auf die Suche nach Antworten machten sich Theologen, auch Wissenschaftler, zum Beispiel an der Freiburger Universität. Erziehungswissenschaftler präsentierten 1998
eine „Loseblatt-Sammlung für die konkete Jugendarbeit“ und schrieben dazu in einer Pressemitteilung: „Die aktuelle Jugendforschung zeigt, daß die traditionelle Religion
für Jugendliche kaum noch eine Orientierungsrolle spielt. Stattdessen prägt die weltliche Orientierung die Lebensentwürfe der Jugendlichen und viele sehen in den problematischen Sinn- und Heilsangebote des Okkultismus, der Esoterik und der sogenannten Sekten ein probates Mittel gegen die ´Entzauberung der Welt´“.
Einfacher als Wissenschaftlicher machten es sich allzu oft die Kirchen. „Alles Teufelszeug“, kanzelten sie diese junge Leute immer wieder ab – und der Vatikan hielt an Teufelsaustreibungen fest. Einen für ihn logischen Schluss zieht daraus Jan (Name geändert): „Wenn es den Teufel nicht gibt, dann gibt es Gott auch nicht.“ – und bezieht seine Informationen aus merkwürdigen Zeitungsartikeln, setzt mit seinem gleichaltrigen Freund Tobias (11) Angelesenes in die Tat um. So könne man den Satan beschwören, weiß er aus angeblich verlässlicher journalistischer Quelle: „Man stellt zwei Spiegel auf, zündet 100 Kerzen an und spricht den Namen rückwärts.“ Natas erscheine dann. Seinem Freund und ihm auch? „Hat nicht geklappt“, ist ihm diese Begegnung bislang erspart geblieben.
Und schon tauchen weitere Fragen auf, über die man hier vielleicht diskutieren sollte.

Bestsellerautor im „Pumpwerk“

Wilhelmshaven (tj). Markus Heitz gehört seit seinem Bestseller „Die Zwerge“ zu den erfolgreichsten deutschen Fantasy-Autoren. Im „Pumpwerk“ liest der 35-Jährige am 20. September, 20 Uhr, aus seinem neuen Werk „Sanctum“. Die Handlungsstränge: Rom im Jahre 1766: Nach einer entbehrungsreichen Reise gelangt die Äbtissin Gregoria endlich in die heilige Stadt, um die düsteren Machenschaften eines Geheimbundes zu enthüllen – und um Rache zu nehmen an jenem Jesuiten, der ihr Kloster zerstören und ihre Nonnen niedermetzeln ließ. Doch bald schon bekommt sie die ganze Macht und Härte des Vatikans zu spüren … Rom im Jahre 2005: Während die Welt noch über die Wahl des neuen Papstes jubelt, muss Eric von Kastell alles daransetzen, den Tod seines Vaters zu rächen und einen mächtigen Feind auszuschalten. Er kann nicht ahnen, dass er dabei in einen geheimen Krieg verwickelt wird, der seit Jahrhunderten im Verborgenen wütet …

Dumm gefahren

Wilhelmshaven (tj). Im Kurpark sind ein 16- und ein 17-Jähriger mit einem Mofa 25 einem Streifenwagen über den Weg gefahren. Die Beamten hielten die jungen Leute an, nahmen sie und das Mofa mit zum Revier. Bei einem Test auf einem geeichten Rollenprüfstand stellte sich heraus: Das Mofa war frisiert, hatte eine Höchstgeschwindigkeit von 75 km/h. Nun haben der 16- und der 17-Jährige Strafverfahren am Hals.

Liebevoll gestaltet

Wilhelmshaven. Auf 40 Fotokartonseiten (+ 4 Eintrageseiten) können Eltern gemeinsam mit ihrem Kind die schönsten Erinnerungsfotos, Glückwünsche der Angehörigen oder Anekdoten und Eindrücke vom Schulanfang festhalten. So weiß der ABC-Schütze noch nach etlichen Jahren, wie es damals bei der Einschulung war. Wer die unvergesslichen Schätze der ersten Schulwochen bewahren möchte, sollte sich dieses liebevoll gestaltete Fotoalbum zulegen.
Gerlinde Wermeier-Kemper und Gerlinde Wermeier- Kemper, Mein kleines Fotoalbum. Hurra, ich bin ein Schulkind! Ein Album für die schönsten Fotos und Erinnerungen, Münster 2002. (ISBN: 3815724112)
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Fluch des Südstrands

Wilhelmshaven (tj). Kino unter freiem Himmel, niemand, der einem auch nur einen Cent abknöpft: Über eine Großbildleinwand flimmert am 5. August, 22 Uhr, „Fluch der Karibik“, präsentiert von der Telekom, von der Gütersloher Agentur Fun Events und von der Wilhelmshaven Touristik & Freizeit. Das Rahmenprogramm beginnt bereits um 17 Uhr. Wo? Auf der Südstrand-Wiese neben dem Spielschiff.

Karten für Nordfrost-Cup

Wilhelmshaven (tj). Der Wilhelmshavener HV, der niederländische Meister KRAS Volendam, der tunesische Erstligist Ariana HC und Zweitligist TV Emsdetten sind die Nordfrost-Cup-Teams. Gespielt wird ab 9. August. Karten gibt es in der Geschäftsstelle des WHV in der Nordseepassage. Der Eintritt kostet für Erwachsene zehn, für Jugendliche sechs Euro.

Brücke wird höher

Wilhelmshaven (tj). Die Zuschauerbrücke hinter dem Eingang zum Jadestadion muss ein wenig höher werden als geplant, damit die TV-Übertragungswagen nicht gegen die Brücke krachen. Fertig ist sie beim zweiten Heimspiel des SV Wilhelmshaven gegen Bayer Leverkusen II, teilt der Verein mit.

Diebische Tour

Wittmund (tj). Aus einer Wohnung in Ardorf hat ein Jugendlicher ein Handy und Bargeld gestohlen, dann knackte er ein Auto, das vor dem Haus stand, stieg ein und fuhr in den August. Die Polizei beendete die diebische Tour am Dienstagmorgen in Wittmund.

T- und Punkt?

Wilhelmshaven. Der WM-Schwung ist wohl schon wieder dahin. T – und Punkt? Dort starte ich am 20. Juni 2006 einen Kaufversuch. Doch der Kundenberater teilt mir mit, dass die Tintenpatrone für mein T-Fax nicht vorrätig sei. Die müsse er bestellen, stellt er sich hinter seinen Flachbildschirm und gibt meine Daten ein. „Ist in ein paar Tagen da. Bringt Ihr Postbote vorbei“, entlässt er mich in den Sonnenschein, an den wir uns in diesem Sommer bereits gewöhnt haben. Die Sommertage vergehen und täglich geht mein Postbote ohne Tintenpatrone an meinem Briefkasten vorbei. Also rufe ich am 20. Juli 2006 die Freecall-Nummer von T-Com an und werde zu Tastendrücken 1, 2, 3 etc. aufgefordert. Ich entscheide für mich die 3 wie „Beschwerde“. Tatsächlich: Jemand hebt ab, eine männliche Stimme, „was kann ich für Sie tun?“ Ich schildere das Problem. Er antwortet: „Ich
finde hier keine Bestellung.“ Und ich finde die Telefonnummer vom T-Punkt im Wilhelmshavener Telefonbuch nicht, lasse sie mir von meinem Gesprächspartner geben. Ich wähle diese Nummer. Es meldet sich: ein Anrufbeantworter. Ich spreche meine Beschwerde auf Band, versprochen wird mir ein Rückruf. Auf den warte ich immer noch – und habe inzwischen mein T-Fax von der Steckdose genommen…
Heinz-Peter Tjaden

Gesunde Kurse

Wilhelmshaven. Gesundes Leben lässt sich lernen, beweist die Techniker-Krankenkasse mit ihrem Kursangebot. „Wer bewusst lebt, fühlt sich wohler und kann langfristig seine
Lebensqualität verbessern“, sagt TK-Präventionsberaterin Karin Scheerer. „Der Erhalt der Gesundheit ist uns ein wichtiges Anliegen. Daher möchten wir mit unseren Angeboten einen kleinen Anstoß zur Selbsthilfe bieten. Alle Kurse sind wissenschaftlich erprobt und werden von qualifizierten Fachleuten geleitet“, so Scheerer weiter.

Weitere Informationen: TK-Geschäftsstelle, Valoisplatz 2, telefonisch unter 01802-226787 oder im Internet unter www.tk-online.de Stichwort Fit & Well.

Ins Netz gegangen

Wilhelmshaven (tj). Jetzt sitzen sie hinter Gittern: In einem Geschäft haben ein 23- und ein 26-Jähriger, außerdem eine 23-Jährige einen schwunghaften Rauschgifthandel betrieben. Von April bis Juli versorgten sie Süchtige mit Haschisch, Marihuana, Amphetaminen und Ecstasy. Gesamtwert der Drogen: über 120 000 Euro.

So wird man der Opa eines Stars

Wilhelmshaven (tj). Die „Tatort“-Macher sind auf den Internet-Seiten des „Theaters am Meer – Niederdeutsche Bühne“ fündig geworden und baten Horst Jönck vor die Kamera. In der Folge „Schwelbrand“, die Anfang nächsten Jahres von Radio Bremen ausgestrahlt wird, schlüpfte der alte Theater-Hase in die Rolle des Großvaters der Rocksängerin Dana (Jeanette Biedermann).

„Wunderbarer Tag“

Wilhelmshaven (tj). Der City-Interessen- Verein als Organisator des weltgrößten Labskausessens ist trotzdem zufrieden gewesen: Bei 28 Grad wurden in der City 7165 Portionen serviert. Das waren zwar fast 3500 weniger als vor einem Jahr, aber ansonsten sei der Tag „wunderbar“ gewesen

Talente gesucht

Wilhelmshaven (tj). The show must go on: Der Nordsee-Tanzclub „Blau-Silber“ ist auf der Suche nach Talenten von 8 bis 18. Mitmachen können sie in der Jugend-Show-Tanzgruppe. Weitere Informationen: Telefon 04421/71 409.