Ganz schön schweigsam…

Wilhelmshaven (tj). Jetzt hüllen sie sich zur Jadezentrums-Umfrage alle in Schweigen: Die ghh-consult aus Wiesbaden, die laut Oberbürgermeister Eberhard Menzel keinen Auftrag für diese Analyse hatte, die ghh-consult, die das Gegenteil behauptet, die Wirtschaftsförderung in Wilhelmshaven, die vor über zwei Monaten eine schnelle Stellungnahme versprach – und die Kommunalaufsicht, die sich seit dem 20. Juni 2006 mit diesem Skandal beschäftigt, beißt im Rathaus wohl auf Granit…Wann wird Wilhelmshaven Drehort für „Das Schweigen“?

Heimpleite für den SVW

Wilhelmshaven (tj). In der Regionalliga hängen die Punkte-Trauben für den SV Wilhelmshaven sehr hoch. Vor 1500 Zuschauern gab es gegen Hertha BSC II eine verdiente 0 : 1-Niederlage, die Christian Müller in der 49. Minute nach einem Torwartfehler perfekt machte. Noch happiger kam es für die Gastgeber, als sich Dario Fossi in der 58. Minute bei einem Abwehrversuch den Knöchel völlig verdrehte.

Die Rückkehr von Superman

Wilhelmshaven (tj). Nach einigen Jahren der Abwesenheit kehrt der Mann aus Stahl zurück auf die Erde. Das erregt das Missfallen seines Erzfeindes Lex Luthor, der sofort Pläne entwirft, die zum Untergang des Mannes aus Stahl führen sollen. Der hat einstweilen als sein menschliches Alters ego Clark Kent ganz andere Probleme: Seine Liebe Lois Lane hat ihm den Rücken zugekehrt. Gibt es überhaupt noch einen Platz für Superman in einer Gesellschaft, die bereits seit langem ohne ihn auskommt? Die Antwort gibt Bryan Singer in der Fortsetzung des Kinoklassikers „Superman“. Über die Kinoleinwand flimmert sie am 16. August, 20 Uhr, im „Kinoplex“.

Als Eberhard einmal…

…vom Einkaufen nach Hause kam, war er ganz begeistert. Atemlos erzählte er seiner Frau: „Ich habe eine Straße mit ganz vielen Geschäften entdeckt.“ Sie blickte nur kurz von ihrer Lektüre auf, antwortete: „So was nennt man Einkaufsstraße“, vertiefte sich wieder in ihr Buch und wunderte sich darüber, dass die Wahl ihres Mannes zum Oberbürgermeister auch in der jüngsten Auflage nicht erwähnt wurde, lautete der Titel doch „Die größten Irrtümer der Menschheit“. Am nächsten Morgen stand Eberhard ganz früh auf, eilte ganz früh ins Rathaus, denn einem Redakteur hatte er anvertraut, dass sonst dieses zu geschehen pflegte: Wenn er um neun Uhr mit festen Vorsätzen für sein Tagespensum an seinem Schreibtisch saß, tobte spätestens um 11 Uhr das Chaos und alle Vorsätze mussten über den Haufen geworfen werden. Das durfte dieses Mal nicht geschehen, ging Eberhard gar nicht erst in sein Büro, sondern wartete im Treppenhaus auf jenen Mitarbeiter, der für die sehr wohl gelungene Verschönerung der Stadt, also auch für die Verschönerung der von Eberhard am Vortage entdeckten Einkaufsstraße verantwortlich war: „Die braucht dringend ein neues Pflaster“, griffen die beiden zu Papier und Bleistift und rechneten aus, wie viele Pflastersteine wahrscheinlich erforderlich wären, um Eberhards Plan in die Tat umzusetzen. Verrechnen kann sich jeder einmal, stellte sich ein paar Monate später heraus, Pflastersteine wurden nachbestellt, die allerdings nicht so aussahen wie die anderen bereits einwandfrei verlegten. Doch die Lücke ließ sich schließen, wurde die wie neu aussehende Einkaufsstraße endlich eingeweiht und das Chaos begann zu toben, obwohl Eberhard seinerzeit sehr früh aufgestanden war. Es taten sich Risse auf, das Pflaster platzte -vor Begeisterung
über die Tat- und Schaffenskraft, die in dieser Stadt zu herrschen pflegte seit Eberhard das absolute Sagen hatte? Nein, das mit dem Abplatzen war absolut nicht in Ordnung, Schuldige mussten gefunden werden in den Reinigungsmaschinen, die den Sand in den Fugen aufgewirbelt, die Steine gegeneinander getrieben und so zur negativen Oberflächenveränderung veranlasst hatten. Da war Eberhard klar: Das war Pflasterkraftzersetzung…
Heinz-Peter Tjaden

WHV im Finale

Esens/Wilhelmshaven (tj). Der Wilhelmshavener HV steht im Finale des Nordfrost-Cups, Gegner ist TV Emsdetten. Im Spiel gegen den niederländischen Meister Volendam hielt Adam Weiner seinen Kasten ziemlich sauber, im Rückraum wurde gut kombiniert, nach 17 Minuten führten die Biegler-Schützlinge mit 11 : 4. Bei diesem Vorsprung blieb es bis zum Schluss: 31 : 24.

Die Heim-Premiere

Wilhelmshaven (tj). Die Reserve von Hertha BSC besteht aus „grünen Jungs“, die Mannschaft befindet sich im Umbruch, dennoch soll erneut der Klassenerhalt geschafft werden. Der SV Wilhelmshaven jedoch will bei der Drittliga- Heimpremiere die drei Punkte nicht herausrücken. Angepfiffen wird die Partie am 9. August um 19.30 Uhr. Möglicherweise laufen bei den Herthaner ein paar Spieler auf, die auch beim ersten Spiel in der Bundesliga dabei sind. Es wird also spannend – auf eine Niederlage in letzter Minute wie in Bremen werden die SVW-Fans aber verzichten wollen.

Wirtin feiert Feste

Wilhelmshaven-Wiesenhof (tj). Diese Wirtin macht was los: Hanne Ehlers von der „Windigen Ecke“ hievt am 26. und 27. August wieder das Sommerfest im Wiesenhof in den Wilhelmshavener Veranstaltungskalender. Auf der Bühne stehen am Samstag der Shanty-Chor der Marinekameradschaft (15 Uhr), das „Duo Sympathico“ und „Harlekin“ (20.30 Uhr), am Sonntag Blasmusiker (12 Uhr) und Tanzgruppen. Geplant sind auch eine Modenschau und Spiele für Kinder. Der Festerlös kommt krebskranken Kinder zu Gute.

Als Eberhard einmal…

…erfuhr, dass in Wilhelmshaven auch Eishockey gespielt wird, glaubte er das nicht, denn so kalt wurde es in seiner Stadt nur selten, dass Bäche, Flüsse und Teiche zufroren. „Die
spielen in einer Halle“, ließ er sich aufklären, denn Eberhard lernte immer gern etwas dazu. Und so lernte er auch: „Das Eis machen ist teuer.“ Da konnte er mitreden, erinnerte
er sich doch immer noch gern an den Eiswagen, vor dem er in Fedderwardergroden als Kind oft gestanden hatte, um so manche Leckerei auf die Tüte zu bekommen, doch für mehrere
Leckereien reichte sein Taschengeld nur selten, denn Eis machen war wohl teuer, wie er jetzt wieder bestätigt bekam. Doch: Die Halle musste renoviert werden, hatte einen neuen
Eigentümer, der Hilfe brauchte. Konnte er kriegen. Wenn er die Schulden des Vorbesitzers übernahm, denn Schulden mochte Eberhard nicht, außer im Haushalt seiner Stadt. Dann blickte er aus dem Fenster seines Büros und erblickte, was er nicht so gern sah: Demonstranten. Die mussten dringend beruhigt werden, was ihm gelang mit einem Versprechen, das ja nicht unbedingt eingehalten werden musste, zumal der Verein schon nicht mehr in der maroden Halle spielte, weil die Fans mit ihm umgezogen waren in eine Halle außerhalb der Grenzen von Eberhards Stadt. Flüchtlinge also, dachte Eberhard und vergass den Schuldenerlass,
auch teilweise ließ er nicht mit sich reden. Und so kam die Halle unter den Hammer. Nur: Niemand wollte sie ersteigern…
Heinz-Peter Tjaden

Dicker Brocken

Esens (tj). Nordfrost-Cup – heute geht es los. Der Wilhelmshavener HV spielt um 20.20 Uhr in der Dreifachhalle gegen den niederländischen Meister KRAS Volendam. Der WHV-Gegner steht kurz vor der Qualifikation für die Champions-League, ist also ein dicker Brocken. Ein Wiedersehen gibt es mit Marco Beers, der über ein Jahr in Wilhelmshaven gespielt hat und aus familiären Gründen in die Niederlande zurückkehrte.

Wahlen – und keiner geht hin?

Wilhelmshaven (tj). Die Wahlplakate werden geklebt, noch knapp fünf Wochen bis zur Kommunalwahl und die ersten Politiker befürchten bereits, dass 2006 die Wahlbeteiligung noch weiter sinkt. Dazu haben sie auch allen Grund, meint BASU-Ratsherr Joachim Tjaden, denn die SPD gehe bereits auf Schmusekurs mit der CDU, die Grünen seien nicht mehr als ein „Mehrheitsbeschaffer“ und die Linkspartei habe lediglich Papierform. Tjaden: „Da bleibt keine große Auswahl.“

Rettet die Südzentrale!

Wilhelmshaven (tj). Workshops, viele Ideen und Konzepte, doch der Verfall schreitet voran, bald ist die Südzentrale wirklich nicht mehr zu retten. Jetzt gibt es auch einen Katalog für Leute, die sich vielleicht doch noch um den Erhalt kümmern. Zu vieles ist bereits verhallt, dafür ein Beispiel:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich möchte Sie hiermit um Unterstützung der Initiative (www.suedzentrale.de) zum Erhalt der „Südzentrale“, dass ehemalige Kraftwerk der Kaiserlichen Werft in Wilhelmshaven, bitten. Das weit über die Grenzen Wilhelmshavens bekannte und architektonisch wichtige Industriedenkmal „Südzentrale“ war einst eines der wichtigsten Gebäude im Hafen. Jetzt steht es seit nunmehr zehn Jahren verlassen da und verfällt zusehends.
Bestehend aus Maschinenhalle, Bürogebäude, Schalthaus und Kesselhaus steht der heutige Gebäudekomplex auf einem Areal von 17.000 qm. An der Schnittstelle zwischen Hafen und Stadt prägt die weithin sichtbare Maschinenhalle mit einer Höhe von 20 Metern das Stadtbild; der Giebel trägt
als letztes und einziges Gebäude in Wilhelmshaven die Aufschrift „Kaiserliche Werft“, und zeugt so von der wertvollen Authentizität der Anlage.
Gutachter haben die Sanierungsfähigkeit des Gebäudes bestätigt. Leider wurde bislang keinerlei Neunutzung des Gebäudes genehmigt, so dass dieses nach Niedersächsischem Denkmalschutzgesetz mittlerweile als wirtschaftlich unzumutbar gilt.
Am 5. September 2004 wurden auf einem Workshop des Bundes deutscher Architekten alternative Entwicklungsmöglichkeiten auf demGelände unterEinbeziehung der wertvollen, denkmalgeschützten Anlage erarbeitet. Die Ergebnisse werden am 9. Oktober im Wilhelmshavener Wattenmeerhaus vorgestellt.
Vielleicht die letztmögliche Gelegenheit, um überhaupt noch was für die Südzentrale zu erreichen, denn der Abriss steht kurz bevor.
Der „Südzentrale“ fehlt der ernsthafte Investor.
Ich möchte Sie bitten, diese e-mail weiterzuleiten.
Liebe Grüße
Dipl. Ing. (FH) Ulrich Matschuck
Heuweg 13a
D-21244 Buchholz-Trelde
Fon: ( 04186 ) 89 58 501
e-mail: u.matschuck@t-online.de.
Merke: Man muss verhindern, dass Wilhelmshavens Stadtväter dieses Anliegen in die Wüste des Vergessens schicken. Für den geplanten Abriss ist die Stadt zurzeit zum Glück zu pleite…

Als Eberhard einmal…

…eine Neubürgeragentur einweihte, waren mehr Monate vergangen als vorgesehen. Doch das verdross ihn nicht: „Was lange währt, wird endlich gut“, wandelte Eberhard sein Lieblingsmotto „Wer sich wehrt, ist nicht gut“ guter Dinge ab und behielt Recht, wie er am besten am Morgen nachlesen konnte, denn bereits am ersten Neubürger-Tag hatten sich drei in der Agentur eingefunden, die schwanger gingen mit der Hoffnung auf eine Wohnung in Wilhelmshaven. Für diesen Fall vorgesorgt hatte Eberhard schon: Über 5000 Wohnungen standen leer.
Heinz-Peter Tjaden

Im Geschwindigkeitsrausch

Wilhelmshaven-Fedderwardergroden (tj). Jetzt drohen ihm ein dreimonatiges Fahrverbot, Punkte in Flensburg und ein Bußgeld von über 400 Euro: Ein 20-Jähriger raste zu nächtlicher Stunde mit 132 km/h durch Fedderwardergroden, ermittelte die Polizei auf der Preußenstraße mit einer Laserpistole. „Ich wollte nur schnell nach Hause“, erklärte er den Beamten.

Heimspiel für Oldenburger

Wilhelmshaven (tj). „Mittwochs in W´haven“, eine vor zwei Jahren aus der Taufe gehobene Veranstaltungsidee, bleibt ein Publikumsmagnet. Auch Heimspiele sind da nicht ausgeschlossen, wie am 9. August, wenn „Lack of Limits“ aus Oldenburg auf der Bühne stehen. Die Folkrocker drehen traditionelle Folkstücke durch die Groove-Mühle, würzen sie mit einer lebensfrohen Portion Rock. Also: Auf zum Pumpwerk! Los geht es um 18 Uhr.

SVW – wie neu im Netz

Wilhelmshaven (tj). Fertig! Rechtzeitung zum Beginn der Regionalliga-Saison hat der Aufsteiger neu gestaltete Seiten ins Netz gestellt. Da findet man alles über die ersten Herren, außerdem über die anderen Teams, denn auch die Zweite und andere sind erfolgreich. Hinzu kommen Tipp- und andere Spiele, Fotos, eine Linkliste und vieles mehr. Einfach mal anschauen.

Vorsicht, Domain-Diebe!

Wilhelmshaven/Kassel (tj). Sind meine Internet-Adressen denn schon so berühmt? So bekannt wie beispielsweise www.kinderjugendkassel.de, die sich ein Bulgare vorübergehend unter den Nagel reißen konnte, weil Strato die Adresse irrtümlicherweise für zwei Tage frei gab? Das Kasseler Kinder-
und Jugendnetzwerk distanzierte sich von den neuen Inhalten, schaltete Denic ein und stellte fest, dass der bei Denic registrierte Firmensitz des Domain-Diebes in Leipzig nicht existiert. Was die Chancen, die Domain wieder zu bekommen, erhöhte, eine Denic-Eintragung ebnete den Internet-Weg zum Wiederbesitz. Auch meine Domain www.heinzpetertjaden.de ist in die merkwürdigen Besitztümer eines Bulgaren übergegangen. Der behielt sie jedoch nicht lange, verkaufte sie weiter an einen Schweizer. Mal sehen, wo sie als nächstes landet. Die von mir informierte Staatsanwaltschaft schaut derweil untätig zu.

Radelnde Diebe

Wilhelmshaven (tj). Sie fahren an ihren Opfern vorbei und greifen zu: Auf der Kaakstraße hat ein Biker einer jungen Frau die Handtasche entrissen, auf dem Mühlenweg fischten Diebe Handtaschen aus den Fahrradkörben von zwei Radlerinnen.

Als Eberhard einmal…

…erfuhr, dass es in Wilhelmshaven auch eine Kunsthalle gibt, konnte er das nicht so recht einordnen. War denn nicht nur das Kunst, was er machte? Beherrschte er nicht die einzige Kunst, auf die es ankam, die Kunst nämlich des Verschleierns, des Geheimhaltens, der Entscheidungen hinter verschlossenen Türen im Kreise einiger, die jemand mal als Freiluftkomödianten bezeichnet hatte, auf das Vorzüglichste? Und was machte der Leiter der Kunsthalle? Der machte Kunst öffentlich! Startete Aktionen, die
überregionale Schlagzeilen machten, die Besucherzahlen steigen ließen. Das durfte nicht sein, war er sich schnell mit dem zuständigen Dezernenten einig, auch die meisten Ratsmitglieder packte der Neid, denn die Besucherzahlen bei Ratssitzungen stagnierten seit Jahren trotz vieler gelungener kunstvoller Wortbeiträge, von denen viele schon bald zum Schatz deutscher Legenden gehörten. Doch das war keine Sage: Wenn man den Geldhahn zudreht, schnappt auch der Einfallsreichste schnell vergeblich nach weiteren Ideen. So geschah es – und der Leiter der Kunsthalle bat um vorzeitige Vertragsauflösung. Nun also, dachte sich Eberhard, hat auch er begriffen, wie an der Jade Kunst Schiffbruch erleidet. Der zuständige Dezernent hieß schließlich nicht zufälligerweise Graul. Der verstand den Job des Vergraulens, machte sich Eberhard sogleich auf die Suche nach weiteren Sparopfern…
Heinz-Peter Tjaden

OB: „Ein ganz besonderes Fest“

Wilhelmshaven-Voslapp (tj). Als ein „ganz besonderes Fest“ würdigt Oberbürgermeister Eberhard Menzel als Schirmherr das Siedlerfest, das vom 17. bis 20. August in Voslapp gefeiert wird. Die Siedlergemeinschaften haben wieder ein tolles Programm auf die Beine gestellt, das viele in den Stadtnorden locken wird. Den Festauftakt bildet am Donnerstag ein ökumenischer Gottesdienst in der Stella-Maris-Kirche, der um 18 Uhr beginnt. Zum Festplatz zieht es die Besucherinnen und Besucher ab Freitag, am Freitagabend
wird aus dem Festzelt eine Disco, in der die Wände wackeln. Flohmarktstände bauen Kinder und Erwachsene am Samstag auf, auf der Bühne stehen ab 15 Uhr Kindergartenkinder, außerdem das Tanzmariechen Nicole Schubert und Vierbeiner, die den „Dog-dance“ perfekt beherrschen. Abends steigt der große Siedlerball mit „Fun City Music“ und „Elvis“. Höhepunkt ist am Sonntag der große Umzug mit geschmückten Wagen und Musik. Er setzt sich um 14.30 Uhr in Bewegung.

Es muss wohl erst jemand durchbohrt werden

Es muss wohl erst einer durchbohrt werden

Wilhelmshaven (tj). „Aua“, unterdrückt Malte den Schmerz, der Elfjährige hat sich beim Herumtoben im Wasser am Fuß leicht verletzt. Bei Ebbe wird sichtbar, was den Jungen gepiekst hat: ein Stück Stahl, das aus einem Betonbrocken ragt. Davon gibt es viele, auch der zweite Betonbrocken trägt eine wirre Stahlfrisur, die sich in Füße bohren, Wasserratten zu Fall bringen oder noch Schlimmeres anrichten kann. „Ich informiere die Polizei“, beschließt Heinz-Peter Tjaden, schickt am 28. Juli ein Fax an die Wilhelmshavener Polizei, die einen Streifenwagen zum Geniusstrand schickt. „Das ist wirklich gefährlich“, schalten die Beamten die Wasserschutzpolizei ein. Doch die ist nicht zuständig, deswegen wird das Wasser- und Schifffahrtsamt eingeschaltet. Tjaden bekommt am 1. August den Zwischenbescheid: „Eine Beseitigung der Gefahrenstelle wird zugesagt. „Doch die gibt es am 5. August immer noch, die gefährliche Stahlfrisur der beiden Betonbrocken ist nicht entfernt worden. Derweil steigen die Temperaturen wieder, die Zahl der Sonnenhungrigen, die sich am Sandstrand im Stadtnorden erholen, wächst und damit die Zahl der Kinder und Erwachsenen, die sich in die Fluten stürzen. Hoffentlich springen sie an den Betonbrocken vorbei, um die sich niemand kümmert…

Rentnerin bestohlen

Varel (tj). „Da steht eine Rentnerin, die ist so vom Schaufenster begeistert, das nutze ich aus“, hat sich eine etwa 40-Jährige gedacht. Sie griff in die Einkaufstasche der 75-Jährigen und verschwand mit einer Geldbörse, in der sich rund 500 Euro befanden.

Einziger Gastbeitrag :-)

Wilhelmshaven/Potsdam (tj). Da kriegt man ja ne Blogade. Ein gewisser Kiezmann beschäftigt sich sehr intensiv mit meinen Beiträgen. Der letzte ist etwas länger geworden:

Also noch einmal Bezug nehmend auf den interessanten Artikel von Heinz-Peter Tjaden
vom Wilhelmshaven-Blog:
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Nur noch Schrottwert
Marx (tj). Das Auto hat nur noch Schrottwert: In einer S-Kurve der Hopelser Straße hat ein Autofahrer die Gewalt über sein Fahrzeug verloren. Das Auto schleuderte von der Straße und blieb in einem Graben liegen. Der Fahrer kam mit dem Schrecken davon.
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… habe ich heut Nachmittag einmal kurz nachgedacht und habe da so meine eigene Theorie über das Schleudern entwickelt – vielleicht liegt es daran, das bei diesen Abläufen keinesfalls Symmetrie gegeben ist.
In der Einwärts-Kurve übt das Auto erheblichen Druck auf die Straße aus, einerseits durch das Bremsen und andrerseits durch das Abfangen der Trägheitskräfte. In der Auswärts-Kurve übt das Auto weit weniger Druck auf den Untergrund aus. Die Fahrtrichtung entspricht zunehmend der Trägheitsrichtung (es gibt weit weniger seitlichen Schub auf die Straße). Das Auto muß den Geschwindigkeitszuwachs keinesfalls nur per Antrieb (gleich ´Rückstoß´ auf die Straße) aufbringen, weil das Nach-Außen-Fallen des Autos als Komponente zur Endgeschwindigkeit beiträgt (siehe die diagonale Resultierende aus vorigem Artikel).

Rennfahrer suchen die Ideal-Linie. Das ist weder die kürzeste noch ´geradeste´ Bahn. Ideal ist vielmehr,
auf der Außenbahn möglichst spät abzubremsen, um eine relativ enge Kurve fahren zu können und dann auf einer möglichst langen, sich öffnenden Spiralbahn zu beschleunigen und damit ein Maximum an Fliehkraft in die Endgeschwindigkeit ´mitzunehmen´.

Jeder Normalfahrer kennt die Leichtigkeit des Beschleunigens aus einer engen in eine aufmachende Kurve. Diese Beschleunigung ist nur vergleichbar mit dem Beschleunigen von einer ebenen Straße in eine abfallende hinein. In beiden Fällen geht das ´Fallen-Lassen´ in die Geschwindigkeit als wesentliche Komponente ein.

Weder hinsichtlich des Teilsystems Auto (Kräfte für Verzögerung und Beschleunigung) noch in Bezug auf den Systemteil Straße (Betrag und Richtung der Schub- und Rückstoßkräfte) kompensieren sich die erforderlichen bzw. wirkenden Kräfte. Es muß darum eine wirksame Resultierende übrig bleiben. Im Unterschied zu diesem Straßen-Beispiel ist bei den hier diskutierten Systemen die Bahn in Form der exzentrischen Wandung bzw.
des Zylinders beweglich und soll die ´erhaltene´ Energie des Teilsystems Zylinder als Abtieb genutzt werden.

Na ich nenne das nun mal so kurz und salop: Asymmetrie der Kräfte
(Kennt der eine oder andere vielleicht auch von seiner Partnerschaft?!)

Nun ja – also wenn man sich ein bischen mehr mit den hier angesprochenen Themen beschäftigt,
stößt man mit unter auf recht interessante Querverbindungen…

ein schönes Wochenende wünscht der kiezmann

Zur Nacht noch einen netten Gedanken des Herrn Erich Fried, der da sagte:
Erinnern das ist vielleicht die qualvollste Art des Vergessens und vielleicht die freundlichste
Art der Linderung dieser Qual.

Und in der Nordsee gibt es Quallen :-)))) Außerdem an der Nordsee weiteren Lesestoff von
Heinz-Peter Tjaden
Fortan: Weiter nur Beiträge von mir 🙂 Während Kiezmann seine eigenen Beiträge unter einem anderen Blog lobt und sich selbst Kommentare schreibt. Spitze:-)))

SVW-Niederlage in letzter Minute

Wilhelmshaven (tj). Nach der Notbremse von Diamesso, die in der 63. Minute mit einer Roten Karte bestraft worden ist, gaben die Steinbach-Schützlinge in ihrem ersten Regionalliga-Spiel gegen Werder Bremen II richtig Gas. Zimin erzielte in der 70. Minute den Ausgleich. Doch: Heider stoppte mit dem 2 : 1 in letzter Minute die Gäste-Fahrt zum ersten Auswärtspunkt.

Als Eberhard einmal…

…ausnahmsweise zu Hause war, beobachtete er seine Frau ohne Unterlass: beim Kochen, beim Abwaschen, sogar beim Fernsehen, bis ihr das zu bunt wurde: „Lass das bitte. Warum starrst du mich ununterbrochen an?“ Eberhard senkte den Blick, obwohl er von einem Experten aus seinem Verwaltungsteam gelernt hatte, wie wichtig Blickkonte waren. Nicht nur im Hafen der Ehe, sondern auch bis zum Großen Hafen. Brunnen wirkten da nur störend, hatte Eberhard begriffen und musste das seiner Frau erzählen, denn: „Jetzt können wir nicht nur auf dem Valoisplatz, sondern weitere 300 Meter jede Art von Veranstaltung veranstalten.“ Das hatte Eberhard zwar etwas unbeholfen ausgedrückt, aber es stimmte, schlief er sich kurz vor Mitternacht nicht am Brunnen vor dem Tore und auch nicht unter einem Lindenbaum in die Gefilde unergründlicher städteplanerischer Weisheit. Eberhards Frau jedoch sprach im Schlaf, und zwar diesen Satz: „Vielleicht solltet ihr diese Pflasterwüste mit Tristram und Isolde eröffnen.“
Heinz-Peter Tjaden
P. S. Für alle Nicht-Wilhelmshavener: Der OB heißt Eberhard Menzel