Archiv für den Monat: Juli 2006

„Wunderbarer Tag“

Wilhelmshaven (tj). Der City-Interessen- Verein als Organisator des weltgrößten Labskausessens ist trotzdem zufrieden gewesen: Bei 28 Grad wurden in der City 7165 Portionen serviert. Das waren zwar fast 3500 weniger als vor einem Jahr, aber ansonsten sei der Tag „wunderbar“ gewesen

Talente gesucht

Wilhelmshaven (tj). The show must go on: Der Nordsee-Tanzclub „Blau-Silber“ ist auf der Suche nach Talenten von 8 bis 18. Mitmachen können sie in der Jugend-Show-Tanzgruppe. Weitere Informationen: Telefon 04421/71 409.

Wilhelmshaven wieder ein Boxring

Wilhelmshaven (tj). Wilhelmshaven prügelt sich an jedem Wochenende, Meldungsserien im Polizeibericht sind schon Standard: Vor einem Mehrfamilienhaus in der Weserstraße testeten zwei Frauen die Widerstandskraft ihrer Frisuren, wozu sie auch einen Stock einsetzten, ist ein wenig rätselhaft, auf der Neuteicher Straße ging bei einer Schlägerei die Brille eines 33-Jährigen zu Bruch, auf der Luisenstraße bewiesen ein 19- und ein 20-Jähriger, dass auch junge Leute über schlagende Argumente verfügen, vor einer Discothek in der Bahnhofstraße nahm es ein ganz Mutiger gleich mit zwei Gegnern auf, vor einem Geschäft in der Rüderstraße schützte auch Alter vor Schlägen nicht, in Höchstform waren ein 60- und ein 67-Jähriger, auf der Marktstraße zeigten ein 35- und ein 51-Jähriger nur wenig Interesse am größten Labskausessen der Welt, sie zogen eine Schlägerei vor, gleich zweimal zum Boxring wurde die Hamburger Straße, Biss bewies ein 23-Jähriger bei einem Streit mit seiner Frau, im Gesicht der 33-Jährigen hinterließ er eine bleibende Erinnerung, nur zwei für eine Schlägerei reichten vor einer Frühgaststätte in der Börsenstraße nicht, dort gab es eine Massenkeilerei, bei der einem 35-Jährigen mit einem Gürtel erhebliche Verletzungen zugefügt wurden.

Vorsätzlich gelogen? Auch nicht interessant!

Wilhelmshaven/Oldenburg/Wiesbaden (tj). Die ghh-consult hat „weder von der Stadt noch von einer Tochter oder einer Beteiligung“ einen Auftrag für eine Umfrage zur Zukunft des Jadezentrums bekommen. Das antwortete Oberbürgermeister Eberhard Menzel am 24. Mai 2006 auf eine kleine Anfrage des Ratsherrn Joachim Tjaden. Die ghh-Geschäftsführerin bewies jedoch, dass Menzels Behauptungen haltlos sind. Doch die Oldenburger Staatsanwaltschaft hat bislang kein rechtes Interesse an diesem Fall. Die Begründung sollte man sich auf der juristischen Zunge zergehen lassen: „Nach Überprüfung des von Ihnen dargelegten Sachverhaltes kann ich unter strafrechtlichen Gesichtspunkten ein strafrechtlich relevantes Verhalten des von Ihnen beschuldigten Oberbürgermeisters Eberhard Menzel selbst dann nicht erkennen, wenn entsprechend Ihrer Darlegungen die Anfrage des Ratsherrn Joachim Tjaden von Herrn Oberbürgermeister Eberhard Menzel am 24. Mai 2006 vorsätzlich unzutreffend beantwortet worden wäre.“ Das sei zwar noch keine abschließende Entscheidung,
aber jetzt sei erst einmal Tjaden wieder am Zuge.

MIR gehört die Nordsee

Wilhelmshaven (tj). Mit dem schnellsten Großsegler der Welt auf die Nordsee – dieses Angebot macht die Wilhelmshaven Touristik und Freizeit GmbH am 3. September, denn dann ist die MIR an der Jade. Der Törn kostet für Erwachsene 139 Euro, für Kinder von 6 bis 12 119 Euro. Weitere Infos: Telefon 04421/913000.

Was sind denn Regenschirme?

Wilhelmshaven (tj). Wofür sind die eigentlich? Im Fundbüro sind Regenschirme abgegeben worden. Fundsachen, die man besser kennt: 43 Fahrräder, drei Handys, eine Kamera, Brillen, Armbanduhren, Schmuck, Geldbörsen, Taschen mit und ohne Inhalt, Bekleidungsstücke und Schlüssel.

Dreist oder nur dumm?

Wilhelmshaven (tj). Die Polizei hat in einem Supermarkt einen 14-jährigen Ladendieb in Gewahrsam genommen, sein Komplize blieb von der Bildfläche verschwunden: Die beiden Früchtchen hatten in einem Rucksack eine Flasche Wodka an der Kasse vorbeigeschmuggelt, wurden aber von einem Detektiv vor Verlassen des Marktes angehalten, konnten sich jedoch losreißen und traten ohne Rucksack die Flucht an. Den Rucksack wollte der 14 Jährige eine Stunde später abholen. Der Detektiv alarmierte die Polizei. Der zweite Ladendieb wird so beschrieben: rund 180 Zentimeter groß, schlank, hellbraune Haare, bekleidet mit einem blauen T-Shirt und Jeans, weiße Turnschuhe.

Einbrecher festgenommen

Wilhelmshaven (tj). In aller Nachtruhe hat sich ein 24-Jähriger in der Grenzstraße als Einbrecher versucht, doch die Polizei funkte dazwischen, fand in einem Beet einen roten Meißel und einen großen Schraubendreher, entdeckte Aufbruchspuren an zwei Geschäften und einem Lokal, da war es vorbei mit der kriminellen Arbeit. Die Polizei nahm den 24-Jährigen, der in Tatortnähe herumstrich, fest.

Im Auflagen-Keller

Wilhelmshaven (tj). Die „Wilhelmshavener Zeitung“ rauscht immer weiter in den Auflagen-Keller: Im zweiten Quartal 2006 sind täglich durchschnittlich 24 555 Exemplare
verkauft worden, das waren 522 weniger als vor einem Jahr, die Zahl der Abonnenten lag bei 21 205, das waren 422 weniger als im zweiten Quartal 2005. Auch der Vergleich mit dem ersten Vierteljahr 2006 fiel negativ aus: bei den verkauften Exemplaren und bei den Abonnenten gab es ein Minus von 119.

Früchtchen festgenommen

Wilhelmshaven (tj). Erst 16 Jahre alt, aber schon eine Menge auf dem Kerbholz: Die Polizei hat auf dem Parkplatz am Flie-gerdeich einen Kleinlaster-Dieb festgenommen, Der Ju-gendliche spazierte zu nächtlicher Stunde in der einsamen Gegend herum, wurde von einer Streifenwagenbesatzung angesprochen, druckste herum, bis er zugab: „Den Kleinlaster habe ich in Elsfleth von einem Betriebshof gestohlen. Der Zündschlüssel steckte.“ Straftaten beging der 16-Jährige be-reits bei Leer, wo er mit einem gestohlenen Trecker einen Sportplatz umpflügte, in Esens und in Wittmund.

Nirwana-Gutachter

Wilhelmshaven. „Die in nicht-öffentlicher Sitzung des Rates getroffene Entscheidung, ein externes Beratungsunternehmen in Überlegungen für eine Sanierung der
schwierigen Haushaltslage einzubeziehen, ist richtig. Kompetente auswärtige Berater richten ihren Blick nachdrücklicher auf Schwachstellen im Finanzgefüge
als jene, die selbst im kommunalen Glashaus sitzen. Die Wahl ist auf die in Berlin ansässige Veberas gefallen“, hat die „Wilhelmshavener Zeitung“ im Dezember vorigen Jahres ein Loblied auf die Unfähigkeitserklärung der Verwaltungsspitze angestimmt. Dann wurden Seiten gefüllt, oben drauf kam das Wort „Gutachten“. Mitgeliefert wurde eine saftige Rechnung und die Ratsmitglieder nagen an den mageren Knochen, die ihnen hingeworfen worden sind: Verwaltungswege verkürzen, Schulen schließen, Privatisierungen. Das Wie siedelten die Gutachter im Nirwana an, das mit weiteren Gutachten erst zum Ach-da-ist-es-ja werden müsste. Diese Wiedergeburt ist dem Vernehmen nach aber viel zu teuer…
Heinz-Peter Tjaden

Öffentlicher Wilhelmshavener HV

Wilhelmshaven (tj). Trainer Michael Biegler greift zum Mikrophon und kommentiert das Geschehen: In der Nordfrost-Arena findet am 28. Juli, 18 Uhr, ein öffentliches Training des Wilhelmshavener HV statt. Weiterer Termin für die Fans: In der Nordseepassage wird die Mannschaft, die wieder den Klassenerhalt in der Handballbundesliga schaffen will, am 11. August, 18.30 Uhr, vorgestellt.

Angriff mit kaputter Flasche

Wilhelmshaven (tj). Dann hat er eine Bierflasche zerschmettert: Auf der Kirchreihe gingen am Samstag gegen 2.50 Uhr mehrere junge Leute aufeinander los. Schließlich griff ein 18-Jähriger einen 22-Jährigen mit einer kaputten Flasche an. Die Schnittwunde unter dem Auge musste in einem Krankenhaus genäht werden.

WHV verliert flottes Testspiel

Wilhelmshaven/Oldenburg (tj). Die 800 Zuschauer haben ein flottes Spiel gesehen, das der Wilhelmshavener HV mit 27 : 38 (12 : 20) gegen den deutschen Meister THW Kiel verlor. Bester WHV-Werfer war Bostjan Hribar mit sechs Treffern. Für Kiel erzielte Kim Andersson die meisten Tore (12). Negativer Höhepunkt des Testspiels: Nach einem Foul an Frank Habbe sah THW-Spieler Christian Zeitz die Rote Karte.

Klappe halten?

Wilhelmshaven (tj). Stefan Becker, kürzlich zurückgetretener und geschasster Vorsitzender von „Radio Jade“, muss nun auch mit einem Ausschluss aus der SPD rechnen, weil er im Intro der Juli-Ausgabe seines Monatsmagazins „Scout“ der Vorsitzenden des Zentralrates der Juden geraten hat, während der WM „die Klappe zu halten“. Ihr „Kriegs- und Holocaust-Gequatsche“ wirke störend. Im Internet griff Becker inzwischen zum Weichzeichner, dort steht nun im „Scout“-Intro: „Und wenn es Menschen in Deutschland gibt, die die Politik wieder ins Sportleben reinlabern wollen, dann kann ich nur sagen: Einfach mal die Klappe halten.“

Schreckschuss aus offenem Fenster

Wilhelmshaven (tj). Ein 61-Jähriger hat sich in der Marktstraße an das offene Fenster seiner Wohnung gestellt, er feuerte einen Schuss aus einer Schreckschusspistole
ab und sorgte so für Aufregung, die auch die Polizei auf den Plan rief. Die Beamten baten die Einkaufsbummler um Vorsicht, klingelten an der Wohnungstür, der 61-Jährige öffnete. In der Wohnung des Betrunkenen fand die Polizei mehrere Waffen und Munition. Jetzt hat der 61-Jährige eine Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz am Hals.

Arbeitsloser plant Agenturwechsel

Wilhelmshaven (tj). „Die Kunden werden immer schwieriger“, hat sich laut Medienberichten Klaus Grimminger, Geschäftsführer des Jobcenters in Wilhelmshaven, bei einem
Pressetermin beklagt. Darauf reagierte ein Betroffener mit einem öffentlichen Brief und dem schriftlichen Hinweis: „Kunden haben das Recht, sich beste Produkte auszusuchen,
bei schlechter Qualität zu reklamieren, Produkte zurückzugeben, einen Vertrag zu stornieren oder auch den Anbieter zu wechseln.“ Bei diesem Anbieterwechsel brauche er jedoch Hilfe von Grimminger, „sozusagen als Ihr letzter Dienst am Kunden“. Vorteile hätte das aus Sicht des Briefschreibers für beide Seiten, der Jobcenter-Geschäftsführer würde einen „schwierigen Kunden“ los werden, er als Arbeitsloser hätte bessere Chancen bei der Jobsuche.

Meine Domain – deine Domain – unsere Domain?

Wilhelmshaven (tj). Der Anwalt der „Wilhelmshavener Zeitung“ führt das Braunschweiger Landgericht aufs Glatteis falscher Behauptungen und das Braunschweiger Oberlandesgericht schliddert nun vor sich hin? Was für eine Geschichte: Im Sommer 2004 hat für die Wochenzeitung 2sechs3acht4 die heiße Gründungsphase
begonnen, Internetseiten werden gebastelt, Redakteur Heinz-Peter Tjaden stöbert im Netz herum, stellt fest: Die Domain des täglich erscheinenden Blattes „Wilhelmshavener Zeitung“ ist nirgendwo registriert. Also sichert sich Tjaden die Domain www.wilhelmshavenerzeitung.de als Privatperson.
Die ersten Ausgaben der Wochenzeitung 2sechs3acht4 erscheinen, die Herausgeberin der „Wilhelmshavener Zeitung“ zettelt einen brutalen Konkurrenzkampf an, gründet
eine neue Zeitung, die ebenfalls freitags erscheint, ruiniert ausgestattet mit einem satten Finanzpolster die Anzeigenpreise.
Und holt im Dezember 2004 zu einem weiteren Schlag aus: 2sechs3acht4 soll per Unterlassungserklärung auf eine Nutzung der Domain
www.wilhelmshavenerzeitung.de verzichten. Nur: Diese Domain hat nie der Wochenzeitung, sondern immer nur Heinz-Peter Tjaden als Privatperson gehört, sie ist auch nie von der
Wochenzeitung genutzt worden.
Das Braunschweiger Landgericht jedoch schenkt den Klagebehauptungen der „Wilhelmshavener Zeitung“ Glauben und ordnet die Rückgabe der Domain an. Diese Anordnung gilt nicht nur für den Redakteur, sondern auch für 2sechs3acht4. Kosten der gerichtlichen Veranstaltung: mehr als 2000 Euro.
Da ist für Tjaden Berufung angesagt, die legt sein Anwalt beim Oberlandesgericht ein, fügt einen Prozesskostenhilfeantrag des Redakteurs bei. Der Antrag auf Gewährung von Prozesskostenhilfe wird am 17. Juli 2006 abgelehnt. Fast schon zum Schreien komisch ist Nomen scheint Omen zu sein: Der Vorsitzende Richter am Oberlandesgericht Dr. Achilles weist einen Prozesskostenhilfeantrag von 2sechs3acht4 ebenfalls ab, der allerdings nie gestellt worden ist, weil – wie oft soll man das noch wiederholen? – diese Wochenzeitung, die vom Verlag der „Wilhelmshavener Zeitung“ Ende 2004 vom Markt vertrieben worden ist, mit der Domain nichts zu tun hat. Gab hier etwa ein Richter Fersengeld?

Sehr geehrter Herr Präsident,

seit Jahren nerven uns angeblich aufgeklärte Frauen mit der Aufforderung: „Such doch endlich mal meinen G-Punkt.“ Wo überall haben wir nicht schon gesucht! Fast verzweifelt sind wir bei der Suche, verloren den Spaß am Sex. Doch wir gaben nicht auf, suchten weiter, nur nicht in Sankt Petersburg und nicht bei der Kanzlerin. Was für ein Fehler, haben Sie nun bewiesen. Blitzschnell fanden Sie bei Frau Merkel den G (8)-Punkt. Alle Achtung! Geheiratet wird aber in Deutschland, als Gast bei Freunden…
Heinz-Peter Tjaden

Überfall in den Mittagsstunden

Wilhelmshaven (tj). Wie gut, dass sie Kampfsportlerin ist: Im Brommygrün schubsten zwei Schläger in den Mittagsstunden eine junge Frau vom Fahrrad, dann schlugen und traten sie zu. Als das Opfer sich wehrte, zückte einer der beiden ein Messer und stach zu. Nur die Flucht konnte die junge Frau retten, sie schwang sich auf ihr Fahrrad, radelte zu einem Arzt, der die Schnittwunde am Arm behandelte, dann fuhr sie zur Polizei und erstattete Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung.