Einziger Gastbeitrag :-)

Wilhelmshaven/Potsdam (tj). Da kriegt man ja ne Blogade. Ein gewisser Kiezmann beschäftigt sich sehr intensiv mit meinen Beiträgen. Der letzte ist etwas länger geworden:

Also noch einmal Bezug nehmend auf den interessanten Artikel von Heinz-Peter Tjaden
vom Wilhelmshaven-Blog:
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Nur noch Schrottwert
Marx (tj). Das Auto hat nur noch Schrottwert: In einer S-Kurve der Hopelser Straße hat ein Autofahrer die Gewalt über sein Fahrzeug verloren. Das Auto schleuderte von der Straße und blieb in einem Graben liegen. Der Fahrer kam mit dem Schrecken davon.
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… habe ich heut Nachmittag einmal kurz nachgedacht und habe da so meine eigene Theorie über das Schleudern entwickelt – vielleicht liegt es daran, das bei diesen Abläufen keinesfalls Symmetrie gegeben ist.
In der Einwärts-Kurve übt das Auto erheblichen Druck auf die Straße aus, einerseits durch das Bremsen und andrerseits durch das Abfangen der Trägheitskräfte. In der Auswärts-Kurve übt das Auto weit weniger Druck auf den Untergrund aus. Die Fahrtrichtung entspricht zunehmend der Trägheitsrichtung (es gibt weit weniger seitlichen Schub auf die Straße). Das Auto muß den Geschwindigkeitszuwachs keinesfalls nur per Antrieb (gleich ´Rückstoß´ auf die Straße) aufbringen, weil das Nach-Außen-Fallen des Autos als Komponente zur Endgeschwindigkeit beiträgt (siehe die diagonale Resultierende aus vorigem Artikel).

Rennfahrer suchen die Ideal-Linie. Das ist weder die kürzeste noch ´geradeste´ Bahn. Ideal ist vielmehr,
auf der Außenbahn möglichst spät abzubremsen, um eine relativ enge Kurve fahren zu können und dann auf einer möglichst langen, sich öffnenden Spiralbahn zu beschleunigen und damit ein Maximum an Fliehkraft in die Endgeschwindigkeit ´mitzunehmen´.

Jeder Normalfahrer kennt die Leichtigkeit des Beschleunigens aus einer engen in eine aufmachende Kurve. Diese Beschleunigung ist nur vergleichbar mit dem Beschleunigen von einer ebenen Straße in eine abfallende hinein. In beiden Fällen geht das ´Fallen-Lassen´ in die Geschwindigkeit als wesentliche Komponente ein.

Weder hinsichtlich des Teilsystems Auto (Kräfte für Verzögerung und Beschleunigung) noch in Bezug auf den Systemteil Straße (Betrag und Richtung der Schub- und Rückstoßkräfte) kompensieren sich die erforderlichen bzw. wirkenden Kräfte. Es muß darum eine wirksame Resultierende übrig bleiben. Im Unterschied zu diesem Straßen-Beispiel ist bei den hier diskutierten Systemen die Bahn in Form der exzentrischen Wandung bzw.
des Zylinders beweglich und soll die ´erhaltene´ Energie des Teilsystems Zylinder als Abtieb genutzt werden.

Na ich nenne das nun mal so kurz und salop: Asymmetrie der Kräfte
(Kennt der eine oder andere vielleicht auch von seiner Partnerschaft?!)

Nun ja – also wenn man sich ein bischen mehr mit den hier angesprochenen Themen beschäftigt,
stößt man mit unter auf recht interessante Querverbindungen…

ein schönes Wochenende wünscht der kiezmann

Zur Nacht noch einen netten Gedanken des Herrn Erich Fried, der da sagte:
Erinnern das ist vielleicht die qualvollste Art des Vergessens und vielleicht die freundlichste
Art der Linderung dieser Qual.

Und in der Nordsee gibt es Quallen :-)))) Außerdem an der Nordsee weiteren Lesestoff von
Heinz-Peter Tjaden
Fortan: Weiter nur Beiträge von mir 🙂 Während Kiezmann seine eigenen Beiträge unter einem anderen Blog lobt und sich selbst Kommentare schreibt. Spitze:-)))