Anno 1300 Brettspielabend

Am Sonntag, den 08.01.2011 findet um 17.00 Uhr ein Anno 1300 Brettspielabend in der Weserstraße 131 statt. Eintritt ist frei und für Personen jeden Alters. Es können auch eigene Spiele mitgebracht werden. Die Spieleabende sollen bei Erfolg des Events jeden Sonntag abgehalten werden und Spaß für Groß und Klein ermöglichen.

Die Information wurde von einem Online-Teppichhändler, Kinderteppiche günstig kaufen, zur Verfügung gestellt.

Sonne pur!

Endlich ist er da, der Sommer. Anlass genug, endlich mal der Stadt zu entfliehen und raus an die Küste zu fahren und sich in die Dünen zu legen. Am besten mit nem schönen Picknick, mit decke, wein, brot, schön mit servietten angerichtet, und abends für die passende stimmung vielleicht sogar noch ein paar kerzen oder fackeln… Was gibt es schöneres?! Nicht viel, also, ab aufs Rad oder ins Auto, und los gehts.

Veranstaltungskalender Wilhelmshaven

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29.10.2009SELIG Und Endlich Unendlich TOUR 2009
Die deutsche Indie-Rock-Band SELIG Tickets hat sich nach zehn Jahren Funkstille wieder vereint, wird im März auf Clubtour gehen. Im März sind fünf Konzerte in Deutschland sowie je ein Auftritt in Österreich und in der Schweiz geplant. 

– – – AURICH:
31.10.2009PAUL PANZER Endlich Freizeit – was für’n Stress!
In seinem brandneuen Soloprogramm nimmt Sie Comedypreisträger PAUL PANZER Tickets mit auf eine neue Reise in seine verrückte Welt des alltäglichen Wahnsinns, abenteuerlicher Geschichten und skurriler Interpretationen.

31.10.2009HERMAN VAN VEEN
Sein Entertainment ohne Zuckerguss-Idylle und seine Alternative zum bunten Musikkarussell kommen an. Seine Lieder, samt seiner Gestik und Mimik, umkreisen die zentralen Probleme des Lebens. HERMAN VAN VEEN Tickets rechtzeitig sichern!

09.11.2009HEATHER NOVA
Die auf den Bermudas geborene schöne HEATHER NOVA Tickets gehört seit vielen Jahren mit zu den interessantesten Sängerinnen der internationalen Popszene.

11.11.2009THE VIRGINS
Ihr Debüt-Album THE VIRGINS stieg auf Anhieb in die Top-100 ein und brillierte in den MediaControl-Newcomer-Charts auf Platz 3! Und ihr Auftritt bei Stefan Raab am 29. April zeigte THE VIRGINS Tickets als Top-Entertainer. Mit Teen Lovers präsentieren sie nun ihre neue Single, die zeitgleich mit der Eröffnung des Vorverkaufs für ihre vielversprechende Tour im November an den Start geht.

13.11.2009WWE SMACKDOWN Undertaker’s Rest in Peace Tour – Tickets
Mit seiner perfekten Mischung aus Action und Entertainment zieht Professional Wrestling Millionen Menschen in seinen Bann. Nach fast einjähriger Pause kommen die gefeierten Smackdown-Protagonisten im November wieder nach Deutschland. WWE SMACKDOWN Tickets

14.11.2009BRUNNER UND BRUNNER Vom Himmel und zurück
Nach langen drei Jahren kommen BRUNNER und BRUNNER Tickets wieder dorthin zurück, wo sie eigentlich hingehören. Auf die Bühnen der Konzerthäuser Deutschlands. Im Oktober 2009 ist es soweit. Das berühmte Duo tritt auf seiner „Vom Himmel und zurück“-Tour in mehr als 40 Städten auf.

15.11.2009CHRISTOPHER CROSS „The Café Carlyle Sessions“
Der Name CHRISTOPHER CROSS Tickets ist unzertrennlich mit seinen größten Hits „Ride Like The Wind“, „Sailing“, Arthur’s Theme verbunden.

Mit seinem balladesken Soft-Rock war er ein heißer Kandidat bei den Grammy Awards 1981 und als erster Künstler überhaupt gewann er dort den Grammy für den besten neuen Künstler, das Lied und die Single des Jahres.

16.11.2009VICKY LEANDROS Möge der Himmel Tour 2009
Über 55 Millionen verkaufte Tonträger weltweit, insgesamt 455 Alben, Dutzende davon mit Gold und Platin ausgezeichnet, unzählige internationale Erfolge, wie der Sieg beim Grand Prix d´ Eurovision mit „Aprés toi“. Jetzt kommt VICKY LEANDROS Tickets auf grosse Deutscland Tournee.

22.11.2009LEVELLERS
Rock, Punk, gemischt mit keltischen Folk-Elementen, Gitarre, Bass, Schlagzeug plus Fiddle, Mandoline und Harmonica sind die Kennzeichen der LEVELLERS Tickets , die seit 1988 durch die Lande ziehen und von einer besseren Welt, dem ewigen Kampf um Gerechtigkeit und größerer Liebe singen.

25.11.2009FRANZ FERDINAND Tonight: FRANZ FERDINAND Tickets
Drei Jahre haben sie ihre Fans auf die Folter gespannt, nun erscheint endlich das dritte Album der vier Herren aus Glasgow, FRANZ FERDINAND Tickets .

01.12.2009PETE DOHERTY Deutschland Tournee 2009
PETE DOHERTY Tickets gilt als einer der meistgefeierten britischen Musiker des neuen Jahrtausends. Sowohl zu Anfang des Jahrzehnts, als er mit The Libertines der britischen Rockmusik eine neue Identität verlieh, als auch zuletzt mit seiner Band. 05.12.2009 – XAVIER NAIDOO Waldbühne Berlin
Es ist die Konzert-Überraschung im Sommer: Die Söhne Mannheims und XAVIER NAIDOO Tickets solo treten an zwei aufeinander folgenden Tagen live in Berlin auf der legendären Waldbühne auf.

08.12.2009PATRICIA KAAS
Frankreichs populärste Sängerin PATRICIA KAAS Tickets präsentiert ihr neues Tourneeprogramm im Frühjahr 2009 in neun Städten. Die im lothringischen Forbach geborene Künstlerin hat etwa 20 Millionen Tonträger weltweit verkauft.

23.12.2009DIE TOTEN HOSEN „Machmalauter“-Tour
„Zwei Jahre Enthaltsamkeit sind genug“, so DIE TOTEN HOSEN Tickets zu ihrer Tourneeankündigung: „Wir stehen ab heute wieder täglich im Proberaum und haben ein festes Ziel. Es geht um ein neues Album, um eine neue Tournee und einen weiteren großen Zeitabschnitt unseres Lebens, den wir mit euch zelebrieren wollen. Die ultimative Party – so als wäre es das letzte Mal!“

09.01.2010DEPECHE MODE Deutschland Tournee 2009
Dieses Konzertereignis ist ein Muss! DEPECHE MODE Tickets haben eine ganze Generation von Musikern stilbildend geprägt und ihr Publikum durch den einzigartigen Sound in ihren Bann gezogen! Im Juni 2009 keht die Formation um Dave Gahan auf die deutschen Stadion zurück! Unbedingt hingehen!

29.01.2010EMILIANA TORRINI „Jungle Drum“ Tour 2009
Bisher arbeitete die in Island aufgewachsene Halbitalienerin EMILIANA TORRINI Tickets nach dem Motto „Gut Ding will Weile haben“: Nach dem 1999er Debüt „Love In The Time Of Science“ dauerte es 6 Jahre, bis 2005 ihr Album „Fisherman’s Woman“ erschien.

30.01.2010KONSTANTIN WECKER TOURNEE 2010
Mit seinem neuen Programm „Was keiner wagt“ spannt der Münchner Liedermacher KONSTANTIN WECKER Tickets gemeinsam mit seinem langjährigen Wegbegleiter Jo Barnikel einen musikalischen Liederbogen durch sein lebenswerk. Ein einzigartiger Event mit zwei Flügeln.

01.02.2010ANGELIKA MILSTER Mit den Augen der Liebe
ANGELIKA MILSTER Tickets startete im Herbst und Winter 2007 zu einer ausgedehnten Tournee mit Kirchenkonzerten und präsentierte unter dem Titel „Swinging X-mas“ ein neues schwungvolles Weihnachtsprogramm. Diese Kirchentournee wird auch 2008 fortgesetzt.

19.02.2010JOHANN KÖNIG Total Bock auf Remmi Demmi – Herr König schießt den Vogel ab!
Der Grandseigneur der gepflegten Abendunterhaltung JOHANN KÖNIG Tickets hat mal wieder richtig Bock, seine Zuhörer mit fantastischen Geschichten und Liedern zu begeistern – spritziger, expressiver und absurder als je zuvor.

05.03.2010PRINZ PI Neopunk Tour
Natürlich ist PRINZ PI Tickets größenwahnsinnig. Natürlich will er die Welt retten und selbstverständlich hält er sich für völlig unverstanden von seinen Mitmenschen. Während die Leute seine einzigartige Musik feiern, laboriert PRINZ PI in seinem Keller bereits an den neusten Ideen.

20.03.2010THE HARLEM GLOBETROTTERS Basketball-Legenden auf Welttournee
Gerade sind THE HARLEM GLOBETROTTERS Tickets in ihrem Trainingsclager in New York, um sich auf ihre Welttournee vorzubereiten. Zusammen mit ihrer gegnerischen Mannschaft, den Washington Generals, Kommen sie im Frühjahr 2010ee auch nach Deutschland.

11.04.2010RUDY GIOVANNINI Der Caruso der Berge auf Tour
RUDY GIOVANNINI Tickets , der „Caruso der Berge“ ist wieder unterwegs. Der Südtiroler und Grand Prix Gewinner 2006 gastiert anlässlich seiner neuen Tournee in vielen deutschen Städten.

22.04.2010MONTSERRAT CABALLE Sopran
MONTSERRAT CABALLE Vorverkauf , die große Diva aus Barcelona, ist eine der vielseitigsten Künstlerinnen der Klassik-Szene. Sie ist im Besitz einer der schönsten und vielseitigsten Stimmen in der Geschichte des Gesangs, verbunden mit einer geradezu makellosen Technik.

24.04.2010ULTRAVOX
Erstmals nach 25 Jahren kommen ULTRAVOX Vorverkauf in der erfolgreichen Originalbesetzung mit Midge Ure auf Reunion-Tour. Hierbei machen sie nur einen Stop in Deutschland! Nach der Wiedervereinigung und nur einem einzigen Deutschlandkonzert im vergangenen Jahr, kommen die Briten 2010 gleich für sechs Konzerte zu uns.

25.04.2010EISBRECHER
Das Programming ist das Herzstück der Vision, die EISBRECHER Tickets von modernem Rock haben: interessante Songs, modern verpackt und tanzbar. Schnell Tickets sichern!

22.10.2010MARTINA SCHWARZMANN „so schee kons lebn sei!“ Tour 2009/2010
MARTINA SCHWARZMANN Tickets aus dem oberbayerischen Überacker bei Maisach nimmt in scharfzüngigen Songtexten mit (Fürstenfeld-)Brucker Färbung die Befindlichkeiten ihrer ländlichen Mitmenschen aufs Korn und karikiert die groteske Komik belangloser Alltagsszenen.

Nichts passendes gefunden in Wilhelmshaven!? Schau doch mal bei den Veranstaltungstipps für Oldenburg oder Emden!

Dort findest Du weitere Tickets und Konzertkartenund natürlich Tickets Vorverkauf online! Nicht verpassen: Die Live Show der Superlative Dino Tickets rechtzeitig sichern! Die Dinosaurier sind zurück.

ONLINE-MARKETING-CONVENTION 18.09.2009

 

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Erfolgreich im Netz – Yes, you can!

Alle Jahre wieder, die  Online- Marketing- Convention in Wilhelmshaven.

Die Online-Marketing Convention ist eine Veranstaltung, auf der sich Unternehmen, Agenturen und Studenten über aktuelle und grundlegende Themen des Webs informieren und austauschen können. Dazu gehören neben einer guten Online-Marketing-Strategie, vor allem Inhalte aus dem Bereich eCommerce, Online-Recht oder Online-PR. Besonders mittelständischen und kleinen Unternehmen soll durch die Online-Marketing Convention die Effektivität des Online-Marketings näher gebracht und die Chancen im Netz verdeutlicht werden.

Mit über 70 Teilnehmern fand bereits im letzten Jahr erfolgreich die erste Online-Marketing Convention in Wilhelmshaven statt. Mit einer neuen Internetpräsenz (http://www.online-marketing-convetion.de) meldet sich die in der Region einzigartige Veranstaltung dieses Jahr wieder zurück. Mit einem vielfältigen Programm – individuell auf Anfänger und Fortgeschrittene ausgerichtet – wird dabei jedem Teilnehmer die Möglichkeit geboten sein Knowhow auszubauen und dieses anhand von Workshops gezielt anzuwenden.

Weitere Informationen zu den Programminhalten, den Preisen sowie dem Anmeldeverfahren sind jederzeit unter http://www.online-marketing-convention.de verfügbar!

Neue Grundschule

Eine neue „tolle Idee“ von Wilhelmshaven geht in den Endspurt: Die Grundschule in der Ecke Virchowstraße und Rheinstraße.

Ich habe schon mit vielen Menschen darüber geredet, unter anderem mit Eltern und Lehrer auf Grundschulen und die Meinungen sind alle negativ.

Aber was ist so schlecht an der neuen Grundschule?
Die Eltern werden massiv in ihrer Wahl von Grundschulen eingeschränkt, denn es werden viele Grundschulen in dieser zusammengefasst. Die Eltern sind gezwungen ihre Kinder auf einen längeren Weg zur Schule zu schicken und müssen das Risiko, was vom Standort ausgeht, einfach hinnehmen.

Was für ein Risiko geht von dem Standort aus?
Wenn man sich den Standort anschaut, wird es einem sofort bewusst. Eine Grundschule mitten in der City. Was hat man sich dabei gedacht. Einige Schüler wollen vielleicht nach der Schule durch die City und müssen über eine riesige Kreuzung laufen, was sehr gefährlich ist und ob Kinder alleine in die City gehören ist fraglich.
Außerdem sind die Fußwege extrem schmal. Was passiert wenn ein Kind ein anderes aus Spaß schubst und es fällt auf die Straße? Zum Glück scheint der Fußweg an der Rheinstraße vergrößert zu werden.

Was ist mit den Autofahrern?
Vorher schon genervt von dem Schrittfahren vor der Ecke von Valoisstraße und Rheinstraße, müssen sie ein paar Meter danach auf Schüler aufpassen und sich durch die in Zukunft noch schmalere Straße manövrieren. Und das mitten in der City? Ein riesiges Straßenchaos spricht nicht sehr für die Stadt Wilhelmshaven.

Die Grundschule kann noch so neu und modern sein, das Risiko welches vom Standort ausgeht ist nicht erträglich. Was sich die Leute dabei gedacht haben ist mir unverständlich. Es ist genauso halber Kram, wie die Geschichte mit dem Polizeigebäude, aber dazu später vielleicht mehr.

Rundgang über den religiösen Markt

Einer der Stammautoren der Readers Edition, Heinz-Peter Tjaden, Redakteur und Schriftsteller aus Wilhelmshaven, hat in den letzten Wochen dem religiösen Markt in Deutschland einen Besuch abgestattet.

Er verweilte am Stand der Scientologen, über dem zurzeit Verbotsforderungen von Ursula Caberta, in der Hamburger Innenbehörde zuständig für die Aufklärung über diesen Psycho-Verein, schweben, er schlenderte vorbei an der Stuttgarter Hanns-Martin-Schleyer-Halle, in der ein gewisser Reinhard Bonnke als “Evangelist” und “Wunderheiler” vom 14. bis 16. September 2007 Filme präsentieren will, die Jesus bei ihm in Auftrag gegeben hat, er ging ins Bundesfamilienministerium mit einigen Fragen zur Pfingstbewegung. Er erfuhr, dass ein evangelischer Weltanschauungsbeauftragter selbst dann nichts zurücknimmt, wenn er mit dem Vergleich, der bekennende Scientologe und Schauspieler Tom Cruise sei wie Goebbels, auf Kritik stößt, machte Halt in Leverkusen, wo sich eine 73-Jährige für die Rechte von Kindern einsetzt, die von den Zeugen Jehovas mit Füßen getreten werden, er wurde Zeuge einer weiteren Zerreißprobe der Neuapostolischen Kirche. Und er schließt mit dem Seufzer, dass wir zum Glück immer noch Papst sind – aber: Was will der Ratzinger, bevor er in Urlaub gefahren ist?

Die zum Teil bereits auf der Readers Edition erschienen Artikel sind nun in einer Sammlung unter “Wir sind Gottes Volk” beim Internet-Buchanbieter lulu erschienen und dort nur diesen Klick entfernt: http:stores.lulu.com/hwilmers

Blogs zum Thema
Zeugen Jehovas
Reinhard Bonnke und die Pfingstbewegung

Akte verschwunden – offener Brief

“Kommt es am Ende eines strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens nicht zu einer Anklage oder dem Antrag auf Erlass eines Strafbefehls, wird das Verfahren durch die Staatsanwaltschaft eingestellt. Dabei ist zu unterscheiden: Gelangt die Staatsanwaltschaft zu dem Ergebnis, dass eine spätere Verurteilung des Beschuldigten mangels Nachweis der Straftat oder wegen Verjährung unwahrscheinlich ist, stellt sie das Verfahren wegen des fehlenden hinreichenden Tatverdachts ein.

…Kommt sie hingegen zu dem Ergebnis, dass der Nachweis der Tat gelingen würde, kann das Verfahren dennoch eingestellt werden, wenn die Schuld des Täters gering erscheint oder im Verhältnis zu anderen bereits angeklagten Straftaten nicht mehr ins Gewicht fällt (§§ 153 ff. StPO). Insoweit wird das Legalitätsprinzip durch das Opportunitätsprinzip durchbrochen. Eine Einstellung kann vorläufig auch gegen Auflagen geschehen. Nach Anklageerhebung kann das Verfahren durch das Gericht unter Zustimmung der Staatsanwaltschaft unter den gleichen Kriterien eingestellt werden.”

So steht es im Rechtslexikon des niedersächsischen Justizportals – ich bin diesen langen Weg vom 3. November 2003 bis zum 19. September 2006 gegangen. Es begann mit der Beschlagnahme meiner beiden Computer. Außerdem nahm die Kripo zwei Dutzend CDs und Disketten mit. Der Vorwurf: Verbreitung von Kinderpornografie…

Zeitung eher informiert als Anwältin

Aus der Zeitung erfuhr ich im März 2004, dass die Ermittlungsbehörden auf der Festplatte eines meiner beiden Computer an drei verschiedenen Stellen eine entsprechende Datei gefunden hätten. Drei Monate nach diesem Pressebericht bekam meine Anwältin endlich Akteneinsicht und forderte die sofortige Herausgabe der beschlagnahmten Computer, CDs und Disketten.

Wieder vergingen Wochen, und ich verlor die Geduld. Deshalb schrieb ich ans niedersächsische Justizministerium und forderte Aufklärung über den Stand der Dinge. Das Ministerium, als oberste Landesbehörde zuständig für die Gerichte, die Staatsanwaltschaften und Justizvollzugsanstalten, wurde nicht etwa selbst aktiv, sondern leitete meine Eingabe an den Generalstaatsanwalt weiter. Der prüfte sich sozusagen selbst und kam zu dem Ergebnis, dass ich mich eben in Geduld zu üben hätte.

Das Jahr 2004 war fast vorüber, als ich einen meiner beiden Computer, alle beschlagnahmten CDs und Disketten zurück bekam. Begründung: Es ist nichts Tatrelevantes drauf.

Wieder eine Eingabe…

Den zweiten Jahrestag der Wohnungsdurchsuchung nutzte ich zu einer weiteren Eingabe beim niedersächsischen Justizministerium, das diese erneut an den Generalstaatsanwalt weiter leitete, der wieder zu dem Ergebnis kam, dass ich mich in Geduld zu üben habe. Ich ließ aber nicht locker – und siehe da, im Februar 2006 erhob die Staatsanwaltschaft Hannover Anklage, als Beweismittel führte sie meinen zweiten Computer, außerdem alle beschlagnahmten CDs und Disketten auf, die ich Ende November 2004 zurück bekommen hatte, weil nichts Tatrelevantes drauf war. Darüber staunte nicht nur ich, sondern auch die Strafrichterin, die mich frei sprach.

Berufung eingelegt…

Damit war die Staatsanwaltschaft Hannover aber ganz und gar nicht einverstanden und legte gegen das Urteil des Burgdorfer Amtsgerichts beim Hildesheimer Landgericht Berufung ein. Der Hildesheimer Richter reagierte prompt und forderte die Staatsanwaltschaft per Beschluss zur Rücknahme der Berufung auf. Doch damit stieß er auf taube Ohren.

Also machte ich mich am 19. September 2006 auf den Weg nach Hildesheim, erlebte einen Richter, der wütend auf die Staatsanwaltschaft war und auch noch feststellte, dass es sich bei dem angeblich kinderpornografischen Bild gar nicht um ein kinderpornografisches Bild handele. Das Verfahren wurde eingestellt. Fast drei Jahre Ermittlungsverfahren, eine zerstörte berufliche Existenz und Verleumdungskampagnen waren für mich Anlass zur Einschaltung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte. Ich monierte die Dauer des Verfahrens und die Umstände, schickte alle Unterlagen nach Straßburg, nur eins konnte ich nicht vorlegen: Den Beschluss des Landgerichtes Hildesheim. Den hatte ich nie bekommen. Deshalb bat ich das Landgericht um Zusendung.

Was dann geschah, veranlasste mich zu dem folgenden offenen Brief an den Sachbearbeiter des niedersächischen Justizministeriums, der sich auch schon mit anderen meiner Eingaben beschäftigt hatte:

Offener Brief an Ministerium

Sehr geehrter Herr Lühr,

auch unter dem Aktenzeichen 4121 E-S 2. 79/07 haben Sie mir im Namen des Justizministeriums mitgeteilt, dass Sie nichts für mich tun können. Lege ich Beschwerde gegen die Staatsanwaltschaft Hannover ein, landen diese Beschwerden regelmäßig beim Generalstaatsanwalt, der nach einiger Zeit mitteilt, dass alles mit rechten Dingen zugehe. Wie Sie wissen, hat die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen mich geführt, das bis zur Einstellung per Gerichtsbeschluss fast drei Jahre gedauert hat.

Wegen dieser Verfahrensdauer habe ich inzwischen den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (Beschwerde Nr. 12487/07) eingeschaltet, der sich laut Mitteilung vom 4. Juni 2007 mit meinem Fall beschäftigen wird. Nützlich wäre es in diesem Zusammenhang, wenn ich dem Gerichtshof den Einstellungsbeschluss des Landgerichtes Hildesheim vom 19. September 2006 zur Verfügung stellen könnte. Diesen Beschluss habe ich nie bekommen.

Deswegen schrieb ich ans Hildesheimer Landgericht, das meinen Brief an die Staatsanwaltschaft Hannover weiter leitete. Von dort bekam ich am 24. Mai 2007 die Mitteilung, meine Akte befinde sich zurzeit beim Amtsgericht in Burgdorf. Von diesem Amtsgericht jedoch bekam ich die telefonische Auskunft, meine Akte sei keinesfalls in Burgdorf. (Die ahnten nicht einmal, was sie dort solle, Anm. d. Verf.) Nach dieser Mitteilung rief ich die Staatsanwaltschaft Hannover an, die dabei blieb: “Ihre Akte ist hier am 27. März 2007 ausgebucht worden. Sie ist in Burgdorf.” Das Aktenzeichen dieser Ausbuchung laute 4 DS 3744 Js 59979/03.

Ein weiteres Fax, am 7. Juni 2007 gerichtet an die Staatsanwaltschaft Hannover und an das Burgdorfer Amtsgericht, brachte mich bislang auch nicht weiter. Man hüllt sich in Schweigen.

Ich werde dieses Schreiben im Internet veröffentlichen – so wie ich meine Geschichte in meinem „Buch buntes“ geschildert habe.

Wahrhaft deutsch

Auf Seite 40 der Ausgabe vom 4. Februar 2007 meldet „Bild am Sonntag“ Erschreckendes: „60 Prozent der Deutschen können kein Englisch.“ Deswegen prangert Redakteur Helmut Böger Versäumnisse in der Bildungs- und Schulpolitik an? Mitnichten! Er macht Werbung für die Initiative „Lebendiges Deutsch“. Dazu gehören seit einem Jahr Josef Kraus, Präsident des Lehrerverbandes, Professor Dr. Walter Krämer, Vorsitzender des Vereins Deutsche Sprache, der Autor Wolf Schneider und Dr. Cornelius Sommer von der Stiftung Deutsche Sprache.
Auf ihre deutschen Fahnen haben sie sich geschrieben: Weg mit englischen Wörtern! Obwohl kaum jemand lebendiger wird, wenn man ihm etwas wegnimmt, melden sie sprachliche Ersatzansprüche an, beispielsweise „Sichtfeld“ statt „Display“ – als ob ein Autofahrer jemals ein Reh in seinem Display gehabt hätte.
Doch es kommt noch lebendiger: „Airbag“ soll dem „Prallkissen“ weichen. Das klingt zwar nach erhöhter Unfallgefahr, aber es klingt den Initiatoren trotzdem gut in den Ohren. Unverdrossen sammeln Kraus, Krämer, Schneider und Sommer weitere Vorschläge – und fällt Ihnen etwas auf? Diese Namen sind wahrhaft deutsch – kein Miller oder Smith darunter…
Merkwürdig: Wörter wie Flirt und Sex wollen diese Männer nicht aus dem Sprachschatz verschwinden lassen. Wenn es spannend wird, kneifen sie! „Werbender Annäherungsversuch eines möglichen Partners“ wäre doch die eine, „Mehr oder weniger wilde Annäherung zum Zwecke des Austausches von Körperflüssigkeiten“ die andere Möglichkeit. Unterstützen soll man die Initiative „Lebendiges Deutsch“ übrigens per E-mail.

Per E-Mail? Aber, meine Herren, Sie sollten um PC-Briefe bitten…

Feuer fordert Todesopfer

Wilhelmshaven (tj). Bis in die Vormittagsstunden hat die Feuerwehr gegen einen Brand in einem Mehrfamilienhaus gekämpft, ein 48-Jähriger kam ums Leben: Ein Mieter schlug am Sonntag um 3.38 Uhr Alarm, weil sich im Flur seiner Wohnung Qualm ausbreitete. Feuerwehr und Polizei rasten los, waren nach drei Minuten in der Südstadt. Die Feuerwehrmänner brachen die Tür der Nachbarwohnung auf, für einen 48-Jährigen kam jede Hilfe zu spät, die anderen drei Familienmitglieder und ein Kind, das zu Besuch war, wurden mit Rauchvergiftungen in ein Krankenhaus gebracht. Die weiteren fünf in dem unbewohnbar gewordenen Haus lebenden Mieter kamen bei Freunden und Bekannten unter. Die Brandursache ist noch nicht bekannt.

Ein Dach für Blogs

Wilhelmshaven. Immer mehr blogs widmen sich wichtigen Themen. Doch: Man findet solche Informationsquellen oft nur per Zufall in einer Suchmaschine oder wegen einer Verlinkung auf irgendeiner Seite. Ich möchte die Suche einfacher machen. Deswegen kann hier jede und jeder auf http://blogdach.beeplog.de spannende Netzseiten vorstellen. Einfach eine mail schicken an heinzpetertjaden@arcor.de

Verwaltung der Privatleute

Wilhelmshaven/Hannover (tj). Schon Schweigen ist Betrug (Konstantin Wecker). Über drei Monate hat die Kommunalaufsicht für die Antwort auf meine Eingabe vom 24. Oktober 2006 benötigt. Begründung des Sachbearbeiters Henning Sack: „Sie werden verstehen, dass ich mir zu den Fragen zunächst von der Stadt Wilhelmshaven habe umfassend berichten lassen. Der Bericht der Stadt Wilhelmshaven wurde anschließend noch um eine dienstliche Erklärung des Rechtsamtsleiters, Herrn Minssen, ergänzt.“
Gut Dng will eben Weile haben? Die Schlussfolgerung der Kommunalaufsicht liest sich unter dem Beteff „Kostenerstattung durch den Oberbürgermeister der Stadt Wilhelmshaven“ so: „Nach der sich aufgrund der vorliegenden Unterlagen ergebenden Rechtslage sehe ich keinen Anlass, der ein kommunalrechtliches Einschreiten erforderlich machen würde.“
Diese Schlussfolgerung stelle ich hiermit auf den Prüfstand: Rechtsamtsleiter Manfred Minssen hat mir am 28. September 2006 im Namen von Oberbürgermeister Eberhard Menzel eine Abmahnung zukommen lassen. Ich wurde aufgefordert, mein blog mit fiktiven Interviews „unverzüglich zu beseitigen“. Ich setzte die ausgedachten Gespräche mit Eberhard Menzel fort. Darauf reagierte der Oberbürgermeister über das Rechtsamt am 5. Oktober 2006 mit einem Antrag auf Erlass einer Einstweiligen Verfügung. Zum Termin erschien am 17. Oktober 2006 der Rechtsamtsleiter, der Richterin erklärte er, Menzel sei nicht in der Stadt. Einen Tag später zog der Oberbürgermeister seinen Antrag zurück. Da Manfred Minssen vor dem Amtsgericht betont hatte, dass sich Menzel als „Privatperson beleidigt“ fühle, hakte ich per mail beim Pressesprecher der Stadt, Arnold Preuß, nach und wollte wissen, wer die Kosten des Vorgehens gegen mich trage. Die Gerichtskosten trage Menzel, antwortete Preuß, ansonsten seien keine entstanden, weil der Rechtsamtsleiter den Oberbürgermeister in seiner Freizeit vor Gericht vertreten habe und er als Pressesprecher lese meine Seiten quasi aus dienstlichen Gründen.
So haben sie es auch gegenüber der Kommunalaufsicht dargestellt. Doch: Auf der Abmahnung vom 28. September 2006 hat Manfred Minssen als Rechtsamtsleiter handschriftlich vermerkt: „Herr Preuß wurde gebeten, die Internetadresse zu beobachten.“ Warum wurde Arnold Preuß darum gebeten, wenn er meine Seiten sowieso regelmäßig liest? War das eine private Bitte oder eine dienstliche Anweisung? Und: Wann hat Manfred Minssen die Abmahnung formuliert? Ebenfalls in seiner Freizeit?
Diese Fragen sind Manfred Sack von der Kommunalaufsicht offenbar nicht beantwortet worden, denn er schreibt nur: „Die Stadt Wilhelmshaven bestätigt, dass die Vertretung des Herrn Menzel bei der mündlichen Verhandlung durch Herrn Minssen erfolgt ist, auch dieser habe in der Sache ausschließlich als Privatmann gehandelt.“
Das tat er in der Sache immer? Manfred Minssen setzte also auch den Antrag auf Erlass einer Einstweiligen Verfügung am 5. Oktober 2006 als Privatmann auf? Dieser Antrag umfasst immerhin drei Seiten, hinzugefügt worden sind 16 kopierte Seiten mit den bis dahin erschienenen fiktiven Interviews und anderem.
Bekanntermaßen hat die Verwaltung einen Sparkommissar. Wenn der erfährt, dass städtische Mitarbeiter hin und wieder lediglich als Privatpersonen handeln und so vorübergehend keine Kosten verursachen, dann kommt der bestimmt auf ganz neue Ideen…

Die fiktiven Interviews und mehr

Weg mit mails vom BKA!

Wilhelmshaven (tj). Läuft auch gegen Sie ein Ermittlungsverfahren des Bundeskriminalamtes (BKA)? Auch in Wilhelmshaven kommen inzwischen mails an, die angeblich vom BKA stammen und als Betreff die Nummer eines Verfahrens haben. 2sechs3acht4 informierte sofort die Wilhelmshavener Polizei, die von diesem neuen Virusangriffsversuch bis dahin noch nichts gehört hatte.

Von GEW nicht einschüchtern lassen

Wilhelmshaven (tj). Legal? Illegal? Scheißegal! 2000 Wilhelmshavenerinnen und Wilhelmshavener haben gegen die Gaspreiserhöhungen der GEW protestiert und ihre Zahlungen gekürzt. Jahresrechnugen bekommen sie allerdings weiterhin auf Basis der erhöhten Preise, Korrekturen lehnt das Wilhelmshavener Energieunternehmen ab. Doch die Protestler bleiben stur – und bekommen von der GEW in diesen Tagen Zahlungserinnerungen mit dem Hinweis „Sollten wir zum obengenannten Termin keinen Zahlungseingang feststellen, behalten wir uns rechtliche Schritte vor.“ Auch für diesen Einschüchterungsversuch der GEW mit Oberbürgermeister Eberhard Menzel an der Aufsichtsratsspitze gilt: „Auf Antwortschreiben Ihres Versorgers brauchen Sie in aller Regel Ihrerseits nicht zu antworten. Halten Sie sich informiert über aktuelle Entwicklungen durch mindestens wöchentlichen Besuch auf der Internetseite energiepreise-runter.de.“ (Bund der Energieverbraucher)

Weitere Infos

Fiktive Interviews, Fotos und Karikaturen

Wilhelmshaven (tj). Einer mag die fiktiven Interviews nicht: Oberbürgermeister Eberhard Menzel. Einer liest sie als Pressesprecher der Stadt nur gezwungenermaßen: Arnold Preuß. Doch für andere sind die jeden Montag auf http://klageob.beeplog.de erscheinenden Gespräche bereits Kult – und nun erscheinen einige auch noch in Heftform unter dem Titel „Wir stecken Wilhelmshaven in die Tasche“. Heinz-Peter Tjaden stellt dazu Fotos von Veranstaltungen und Karikaturen der Gruppo 635, die Eberhard Menzel ebenfalls nicht mag. Nicht mögen wird der Verleger der „Wilhelmshavener Zeitung“, Manfred Adrian, dass Tjaden in Kurzform auch die Geschichte der Wochenzeitung 2sechs3acht4 erzählt.
„Wir stecken Wilhelmshaven in die Tasche“ kostet 14,80 Euro und kann ab sofort bestellt werden bei Heinz-Peter Tjaden, Krumme Straße 1, 26384 Wilhelmshaven. Der Bestellung bitte einen Verrechnungsscheck oder Geld beifügen, außerdem Briefmarken im Wert von einem Euro. Je mehr Vorbestellungen, desto früher der Erscheinungstermin.

Erfinderin der Gespräche: www.2sechs3acht4.de

WHV macht es nach: Auch Kinder kaufen manchmal unnützes Zeug

Wilhelmshaven. Und es begab sich zu einer Zeit, als Wilhelmshaven regiert wurde als sei die Stadt unregierbar, denn das Geld war knapp und konnte nicht vermehret werden. Also sandte der Oberbürgermeister Späher aus, die sich bis Berlin auf die Pirsch machten nach Helfern, die Löcher im Stadtsäckl zu stopfen. Veberas hätte man kaum gedacht eilte zu Hilfe für 51 000 Taler so gülden wie Wilhelmshaven grün ist. Doch alle Mühe und alle Plag waren vergeblich, denn der Oberbürgermeister breitete Papiere aus, auf denen nichts Lesbares stand, weil sie verfasst waren mit Tinte, die Geschriebenes unsichtbar machte. Da schaute sich Veberas in anderen Orten um nach einem Stadtsäckl ohne Löcher, und sie waren so schnell wie die Feuerwehr. Keinen zusätzlichen Taler nahmen sie dafür, als sie vorschlugen, dass jemand, der so schnell wie die Feuerwehr ist, schnell darauf kommen muss, dass die Feuerwehr sonst eine gar nützliche Einrichtung ist, die meistens ohne Unterlass darauf wartet, dass es irgendwo brennt, was auch in Wilhelmshaven nicht immer geschieht. Veberas zogen sie daraus den weisen Schluss, dass die Arbeitszeit der Feuerwehr vermehret werden muss mit Bücher sortieren, Grünanlagen pflegen, dem Oberbürgermeister die Haarpracht, mag sie auch noch so kurz sein, noch prächtiger machen. Jedoch: Das fanden einige gar nicht prächtig und das nicht nur bei der Feuerwehr. Doch zulässig wäre es gewesen, schrieb Veberas jetzt eilend an einen Ratsherrn, der doch wirklich der irrigen Auffassung war, dass derlei Vorschläge ins Runde müssen, und zwar in jenes Runde, in das nicht nur Viereckiges hingehört.
Heinz-Peter Tjaden

Das Dokument:
Joachim Tjaden, in Wilhelmshaven Ratsherr von Bildung, Arbeit, Soziales und Umwelt (BASU), hat in diesen Tagen Post bekommen von der in Berlin ansässigen Verwaltungs- und Unternehmensberatung Veberas, die von der Verwaltungsspitze als Sparkommissar eingesetzt wurde. Der Brief (es handelt sich wirklich nicht um eine Realsatire):

■ Zunächst ist die in dem Beitrag genannte Honorarhöhe nicht zutreffend. Das Honorar lag bei 40.000
Euro für 50 Beratertage zuzüglich 10% pauschalierter Nebenkosten und der gesetzlichen Umsatz
steuer. Der Auftrag hatte mithin einen Bruttowert von rd. 51.000 Euro (und nicht 75.000 Euro).
■ Gegenstand unseres Projektes war es, mit den Fachbereichen gemeinsam weitergehende
Vorschläge zur Haushaltskonsolidierung zu entwickeln. Hierzu haben wir vereinbarungsgemäß
vielfältige Workshops durchgeführt, da für uns zunächst nur eine moderierende Rolle vorgesehen
war.
■ Nach den Workshops mussten wir mit dem Verwaltungsvorstand aber erkennen, dass die
Vorschläge aus der Verwaltung selbst nicht ausreichten, um den Haushalt zukünftig ausgeglichen
und mithin rechtskonform zu gestalten. Wir haben deshalb – ohne irgendwelche Mehrkosten –
erhebliche zusätzliche Arbeit investiert, um das Projektziel der Konsolidierung zu erreichen. Unsere
Vorschläge orientieren sich dabei durchweg an den örtlichen Verhältnissen in Wilhelmshaven, was
aber nicht ausschließt, Wirtschaftlichkeitsansätze in anderen Kommunen in die Betrachtung
einzubeziehen.
■ Hinsichtlich der rechtlichen Zulässigkeit des (kritisierten) ergänzenden Einsatzes von
Feuerwehrbeamten für andere Aufgaben verweisen wir auf das rechtskräftige Urteil des VG
Schwerin – 1 B 1265/03 – vom 05.03.2004 – nach dem der von uns aufgegriffene Vorschlag ausdrücklich als
rechtmäßig anerkannt ist. Vor dem Hintergrund aber, dass durch die Umstellung der Arbeitszeit
auf zukünftig nur noch 48 Stunden ein Stellenbedarfsproblem auftritt, haben wir unsere Darstellung im Fortschreibungsbericht zwischenzeitlich modifiziert.

Rotzfreche GEW

Wilhelmshaven (tj). Für Einsprüche gegen die Gaspreiserhöhungen interessiert sich die GEW offenbar nicht. Das Wilhelmshavener Energieversorgungsunternehmen verschickt an alle Jahresrechnungen auf Basis der aktuellen Preise. Ob die Empfänger überhaupt in der Lage sind, das zu durchschauen, ist für die GEW ebenfalls nicht von Belang. Die 77-jährige Christiene T. aus Voslapp hätte die Rechnung beinahe einfach abgeheftet – und den geforderten Nachzahlungsbetrag gezahlt, obwohl ihr Sohn in ihrem Namen vor über einem Jahr Einspruch gegen Preiserhöhungen eingelegt hat. Da wollte Sohnemann es wissen und forderte von der GEW eine neue Jahresrechnung auf Basis der von seiner Mutter akzeptierten Gaspreise. Die Antwort: Machen wir nicht. Begründung: „Bis zu einer Klärung der inzwischen deutschlandweiten Preisgestaltungsfrage der Energieversorgungsunternehmen werden wir ausdrücklich auf unsere ungekürzte Gesamtforderung aus der Jahresrechnung bestehen, da wir unsere Preise keinesfalls als unbillig erachten, sondern als marktüblich und unsere Preiserhöhungen zudem in wirksamer Weise erfolgt sind.“ Flankierend ließ sich die GEW eine Schikane einfallen. Lastschriftaufträge von Protestlern werden nicht mehr ausgeführt, sie sollen ihre Abschläge per Dauerauftrag zahlen. Aufsichtsratsvorsitzender dieses Unternehmens ist übrigens Wilhelmshavens Oberbürgermeister Eberhard Menzel, der jeder Preiserhöhung zugestimmt hat.

Gar-Jahr 2007

Wilhelmshaven (tj). 2sechs3acht4 öffnet die Tür zum Büro des Oberbürgermeisters, hat schon ein „frohes, neues“ auf den Lippen, sieht einen Schreibtisch, darauf ein niedliches Schwein, das den Redakteur mit „Ich bin doch nicht blöd, ich bleib in Wilhelmshaven“ begrüßt.
2sechs3acht4: Bin ich hier in einer Filiale des Media-Marktes gelandet?
Eberhard Menzel (schiebt das Schwein ein wenig beiseite, damit er sichtbar wird): Sind Sie nicht. Mit diesem Schwein drehen wir Werbefilme für unsere aufstrebende Stadt.
Das Schwein: Manches in Wilhelmshaven finde ich blöd.
Eberhard Menzel (stößt das Schwein vom Schreibtisch): Manchmal verspricht er sich noch. Aber das kriege ich auch noch hin. Er soll sagen, was ich will.
2sechs3acht4: Wie die Jungsozialisten?
Eberhard Menzel: Die sind wirklich Klasse. Auf ihren Internet-Seiten steht zwar „Angepasst sind andere“, aber in ihrem Forum antworten sie so wie Münte und ich.
2sechs3acht4: In dieser Stadt haben Sie eben alles im Griff. Deswegen wollte ich mit Ihnen auch eine Bilanz des Jahres 2006 ziehen, damit alle erfahren, wie tüchtig Sie sind. Also: 2006 sollte vieles geschehen. Was davon ist geglückt?
Eberhard Menzel (verzieht den Mund): Fast nichts.
2sechs3acht4: ?
Eberhard Menzel (ist schon wieder fröhlich): Aber das ändert sich in diesem Jahr. Lassen Sie es mich mal so sagen: Wenn Sie etwas kochen, wird es irgendwann gar. So soll es auch mit den Industrieansiedlungen sein. 2007 wird jedes Projekt seinen Siedepunkt erreichen und gar werden, damit wir 2008 richtig loslegen können.
2sechs3acht4: 2007 wird also ein Gar-Jahr?
Eberhard Menzel (greift zu Kugelschreiber und Notizblock): Das muss ich mir aufschreiben. Das ist ein tolles Schlagwort. Gar-Jahr 2007.
Das Schwein (rennt zur Tür): Ich bin doch nicht blöd, ich will hier raus.
2sechs3acht4 (eilt dem Schwein zu Hilfe, öffnet die Tür zum Büro des Oberbürgermeisters)
Das Schwein (flitzt davon)
Eberhard Menzel (wird laut): Was haben Sie da gemacht? Was soll nun aus unseren Werbefilmen werden?
2sechs3acht4 (im Hinausgehen): Gar nichts.

Das ist eines der fiktiven Interviews gegen die der Oberbürgermeister von Wilhelmshaven vergeblich gerichtlich vorgegangen ist.

Der Franz, der kann´s

Für den endlosen Sanierungsfall TuS Celle FC habe er momentan keine Zeit, weil er erst einmal in Goslar gebraucht werde, enttäuschte er den neuen Vorstand des Niedersachsenligisten. Schlagzeilen machen hat der 53-Jährige nicht verlernt. Für die jüngsten sorgte Franz Gerber in Wilhelmshaven. Der gewiefte Mann heuerte beim abstiegsgefährdeten Regionalligaverein SVW als Berater an. So viel Zeit hat er also doch noch …

Nun sitzt Franz Gerber wohl in seinem Haus bei Celle, das Telefon vor sich und das Notizbuch auf dem Schoß: “Die in Wilhelmshaven brauchen Verstärkungen für den Klassenerhalt. Wie lange hat eigentlich X noch Vertrag?” Und morgen schleppt er Spieler aus der Region Hannover an? Möglich wäre es, denn bei Franz Gerber ist stets vieles möglich gewesen – in die Vergessenheit reibungsloser Zusammenarbeit versinkt er nie. Fans von Hannover 96 haben ihm sogar ein Denkmal aus stürmischen Zeiten im Jahre 1997 gesetzt: “Er machte aus dem Nichts und einem Regionalliga-Verein vor dem Aus einen Anwärter auf den Bundesligaaufstieg. Bei seiner Arbeit für Hannover hat er seine eigenen Interessen in den Hintergrund gestellt und wurde so vom Manager zum Trainer. Die erste Intrige durch Ex-Präsident Utz Claassen konnte Gerber zusammen mit den Fans überstehen. Die zweite allerdings, als ihm Manager-Yuppie von Heesen vor die Nase gesetzt wurde, brachte Gerber und Hannover 96 auseinander. Daran konnte auch eine groß angelegte Demo der Fans gegen Gerbers Entlassung nichts ändern. In der Aufstiegssaison 2002 gehörte Franz Gerber zu Saisonbeginn als Sportdirektor wieder zum Team hinter dem Team. Die Wege trennten sich in der Winterpause der Spielzeit aber endgültig und mehr oder weniger friedlich. Gerber war aber nicht nur ein großartiger Manager bzw. Trainer bei 96. Gerber war auch der Kapitän der Aufstiegsmannschaft ’85! Aus den USA zurückgekehrt, hatte Gerber maßgeblichen Anteil daran, daß die Elf der Namenlosen in den Achtzigern Fußballgeschichte schrieb. Insgesamt spielte Gerber 62 mal für die Roten und erzielte dabei 14 Treffer.” Die Bilder sind unvergessen: Ein Eiskalt-Sanierer wie Ulf Claassen, von dem niemand in Hannover etwas Rechtes wusste, musste mit ansehen, wie Anhänger der “Roten” den am 15. August 1997 vor dem Pokalspiel in Mönchengladbach entlassenen Gerber auf ihren Schultern über die Aschenbahn des Niedersachsenstadions trugen. Zehntausende skandierten: “Claassen raus!” Wochenlang eierten die Verantwortlichen herum, der gefeuerte Manager arbeitete weiter in der 96-Geschäftsstelle. Das alles ist Fußball-Schnee von gestern, aktuell sei dem Hauptsponsor des SV Wilhelmshaven Albert Sprehe geraten, fortan ein wachsames Auge auf die Feinkost-Szene zu haben. Denn Franz Gerber, das wissen sie in Hannover, das wissen sie in Celle, das wissen sie in Hamburg…denkt auch gern mal an sich!

Zur Person

Franz Gerber war von 1989 bis 1996 Manager bei TuS Celle, in dieser Zeit auch mehrmals Interimstrainer und war Trainer der A-Jugend in der Verbandsjugendliga. Anschließend arbeitete er bei Hannover 96 (Manager von 1996 bis August 1997 und von September 1997 bis 1999, zudem Cheftrainer von Januar bis Juni 1999). Es folgte eine Episode als Manager beim BV Cloppenburg (Januar bis Dezember 2000). Von Januar bis Juni 2001 und von April bis Juni 2002 war er sportlicher Berater beim VfB Oldenburg, von Juli bis Dezember 2001 wieder bei Hannover 96, diesmal als Sportdirektor. Diese Zeit endete mit einer Disharmonie, weil Gerber in den Verdacht geriet, seine Tätigkeiten als Vereinsangestellter und Spielerberater nicht immer ganz sauber trennen zu können.

2002 kehrte er zum FC St. Pauli zurück, wirkte dort von Juli bis Dezember als Manager sowie zwischen Januar 2003 und März 2004 als Cheftrainer. In der Zweitliga-Rückrunde 2002/03 gehörte auch sein Sohn Fabian (17 Spiele/8 Tore) dem Kader von St. Pauli an, der vorher, wie sein Vater, auch schon bei Celle und Hannover aktiv war.

Seit Dezember 2006 hat Franz Gerber das beratende Amt für den GSC 08 im Harz inne und soll den Verein aus der Krise führen. Er hat einen Vertrag bis 2007 mit einer Option für ein weiteres Jahr.Quelle: Wikipedia, genutzt unter der GNU-Free-Documentation-Lizenz.

Behörden dürfen fremdes Eigentum beschädigen?

Burgdorf/Hildesheim/Hannover/Wilhelmshaven. Prolog: 3. November 2003, 7 Uhr morgens, zwei Kripobeamte und zwei von der Stadt Burgdorf benannte Zeugen stehen vor meinem Bett, ein Schatten fordert mich auf: “Stehen Sie auf. Wir sind von der Kripo. Sie sollen auf einer Homepage Kinderpornografie verbreitet haben.” Sie haben meine Wohnungstür von einem Schlüsseldienst öffnen lassen…
Bei der Wohnungsdurchsuchung raffen sie CDs und Disketten zusammen, dazu gehören Bildbearbeitungs- und andere Programme, sie nehmen meine beiden Computer mit, ich stehe als selbstständiger Redakteur vor dem beruflichen Nichts.

Ein Bekannter und ich finden nach stundenlanger PC-Arbeit die Homepage, an einer unerwarteten Stelle gibt es einen Fleck, nicht einmal so groß wie eine Briefmarke. Das soll die kinderpornografische Datei sein? Im Laufe der Ermittlungen prägt sich mir die Adresse der Seite ein: http://members.aol.com. Es handelt sich um eine Leseprobe meiner Erzählung “Von Bachnoten und von Bachblüten”, mit herkömmlichen Schlagwörtern kann diese Seite von keiner Suchmaschine gefunden werden.

Einen der beiden Computer, die CDs und Disketten bekomme ich ein knappes Jahr später wieder, weil “nichts Tatrelevantes” drauf ist. Auf den zweiten PC werde ich noch lange, lange warten müssen. Alle Jahre wieder weise ich das niedersächsische Justizministerium darauf hin, dass die Staatsanwaltschaft Hannover meine Akte wohl irgendwo verstauben lässt, zuerst aus der Presse, Monate nach dem Zeitungsbericht von meiner Anwältin erfahre ich, dass bei einer Überprüfung im März 2004 auf der Festplatte meines zweiten Computers eine Datei gefunden worden sei.

Im Februar 2006 schalte ich einen Wilhelmshavener Anwalt ein, der Akteneinsicht verlangt, doch bevor die Akte da ist, erhebt die Staatsanwaltschaft Hannover Anklage wegen Verbreitung von Kinderpornografie, als Beweisstücke führt die Staatsanwältin Kretzschmar die CDs und Disketten auf, die schon lange wieder in meinem Besitz sind. Meine Frage, ob ich diese Beweisstücke zur Verhandlung vor dem Burgdorfer Amtsgericht am 13. April 2006 mitbringen soll, bleibt von der Staatsanwältin Kretzschmar genauso unbeantwortet wie viele Fragen zuvor.

Die Verhandlung dauert zweieinhalb Stunden, die Vertreterin der Staatsanwaltschaft hört bei diesem Prozess das Wort “Computer” wohl zum ersten Mal. Ich werde frei gesprochen. Doch die Geschichte ist nicht zu Ende. Es passiert dies: “Hinsichtlich des Vorwurfs des Verbreitens des kinderpornografischen Bildes hat der sachverständige Zeuge (dabei handelt es sich um den Kripo-Beamten, der meine Computer überprüft hat, der Verf.) ausgeführt, dass für einen Dritten durchaus die technische Möglichkeit besteht, die Homepage eines anderen zu manipulieren.”

Anfang Mai 2006 fische ich diese schriftliche Urteilsbegründung des Burgdorfer Amtsgerichtes für meinen Freispruch aus “tatsächlichen Gründen” aus meinem Briefkasten. Bekomme ich nun endlich meinen Computer zurück, der am 3. November 2003 beschlagnahmt worden ist?

Ich rufe das Burgdorfer Amtsgericht an, die Justizsekretärin sagt: “Die Staatsanwaltschaft hat Berufung eingelegt. Der Computer steht hier noch, wird aber abgeholt.”

Wenn es eine solche Eintragung ins Guiness Buch der Rekorde geben würde, dann wäre mein Rechner wohl der am längsten beschlagnahmte und ein bei den zurückgelegten Kilometern zwischen Polizei, Gericht und Behörden unschlagbarer Computer.

Die Staatsanwaltschaft Hannover, der bislang vom Justizministerium, vom Leitenden Oberstaatsanwalt und vom Rechtsausschuss des Niedersächsischen Landtages bestätigt worden ist, dass sie langsam arbeitet, weil sie nicht schneller sein kann, erhöht das Tempo.

Die Berufung vor dem Hildesheimer Landgericht begründet Staatsanwalt F. am 9. Juni 2006: “Entscheidend für die Schuld des Angeklagten spricht, dass die relevante Bilddatei auf dem Personalcomputer gefunden wurde, der für die Erstellung einer Homepage geeignet ist. Auf diesem Computer konnte die identische Bilddatei dann an drei unabhängigen Programmplätzen aufgefunden werden, was gegen ein Eingreifen von außen spricht. Ein Manipulieren der Website von außen ist gemäß der Angaben des in der Hauptverhandlung vernommenen sachverständigen Zeugen St. nur möglich, falls der Dritte das Kennwort des Angeklagten wusste, was dieser in Abrede nimmt.” Was nehme ich in Abrede? Was soll diese Lüge?

Legen wir doch einfach die Urteilsbegründung des Burgdorfer Amtsgerichtes daneben. Dort heißt es auf Seite 4: “Das Passwort gab er (gemeint bin ich) an mit ´Die Roten´, wobei er selbst einräumte, dass viele in seinem weiteren Bekanntenkreis wüssten, dass er leidenschaftlicher 96-Fan sei und dieses Passwort möglicherweise auch leicht zu erraten gewesen sein könnte.”

Staatsanwälte küsst man zwar nicht, aber sicher dürfen sie dennoch sein: “Insgesamt wird bei einer erneuten Hauptverhandlung festzustellen sein, dass dem Angeklagten die Begehung der ihm mit der Anklage vom 23. 2. 2006 ohne Verbleib vernünftiger Zweifel nachzuweisen und er nach dem Gesetz zu verurteilen sein wird.” Ein vollständiger Satz sieht anders aus.

Der Vorsitzende Richter der zweiten kleinen Strafkammer des Landgerichtes Hildesheim reagiert postwendend und fordert die Staatsanwaltschaft Hannover zur Zurücknahme der Berufung auf. Bei dem Foto, das sich als daumennagelgroßer Fleck auf einer meiner Homepages befunden hat, kommt er zu dem Ergebnis, dass “die Person über 14 Jahre alt ist”. Außerdem sei die Staatsanwaltschaft Hannover “ohne ersichtlichen Grund” eineinhalb Jahre untätig gewesen.

Es sind zweieinhalb Jahre.

Staatsanwältin K. nimmt am 11. Juli 2006 die Sache wieder selbst in die Hand und teilt dem Hildesheimer Landgericht mit: “Die Berufung wird nicht zurückgenommen. Bei dem auf Bl. 4 d. A. befindlichen Bild handelt es sich um ein seit Jahren bekanntes kinderpornografisches Bild, welches auch in dem Suchprogramm PERKEO enthalten ist.”

Der Vorsitzende Richter am Hildesheimer Landgericht zögert wieder nicht lange, am 19. Juli 2006 fasst er den Beschluss: “Die Berufung wird als unzulässig verworfen.” Denn: “Die überzeugende Begründung des angefochtenen Urteils trägt den Freispruch des Angeklagten.” Außerdem: “Die Entscheidung ist unanfechtbar.”

Unanfechtbar? Von wegen! Wie fleißig sie plötzlich sind. Die Staatsanwaltschaft Hannover schaltet das Oberlandesgericht in Celle ein. Die Entscheidung: Die Berufung wird zugelassen. Verhandelt wird darüber am 19. September 2006 vor dem Hildesheimer Landgericht. Die Staatsanwaltschaft Hannover schickt einen Vertreter, der nach eigenem Bekunden meine Akte einen Tag vor dem Prozess zum ersten Mal gesehen hat…

Der Vorsitzende Richter macht nicht viel Federlesens, faltet den Vertreter der Staatsanwaltschaft Hannover zusammen, gibt ihm Möglichkeiten von Rücknahme der Berufung über erneuter Freispruch bis hin zur Einstellung des Verfahrens. Mir rät er, einer Einstellung zuzustimmen, weil die “Fronten verhärtet” seien und die Staatsanwaltschaft bei einem zweiten Freispruch in Revision gehen könne. Dass mich die Staatsanwaltschaft schon bald an der Nase herumführen wird, ahnt der Vorsitzende Richter wohl nicht. Doch: Er wird wieder eine Rolle spielen.

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass Experten der Staatsanwaltschaft die Datei löschen, bevor ich den Computer wieder bekomme. Mein Fehler. Diese Zustimmung hätte ich nie geben dürfen.

Doch erst einmal macht die Staatsanwaltschaft wieder, was sie in meinem Fall am besten kann: Mich warten lassen.

Mitte Oktober reicht es mir erneut, wieder schreibe ich an das Justizministerium – und oh Wunder: Ich bekomme einen Anruf von einem Rechtspfleger der Staatsanwaltschaft Hannover. Mein Computer wird nach Wilhelmshaven gebracht.

So geschieht es am 1. November 2006. Das Wiedersehen mit meinem Computer wird jedoch zur Enttäuschung, ich entdecke 451 Probleme, Stabile Internetverbindungen sind nicht mehr möglich. Der nächste Brief – der nächste Anruf. Der Rechtspfleger startet eine Art Telefonseelsorge, überbringt schließlich die gute Nachricht: “Sie bekommen Schadenersatz nach dem Justizentschädigungsgesetz. Schreiben Sie uns bitte nicht mehr.”

Mache ich nicht, während die Staatsanwaltschaft Hannover hinter meinem Rücken und trotz des Versprechens das Hildesheimer Landgericht einschaltet. Der Vorsitzende Richter, der unlängst für die Staatsanwaltschaft Hannover nicht viele gute Worte übrig gehabt hat, entscheidet am 29. November 2006: Schadenersatz steht mir nicht zu. Ich hätte die Probleme, die mein Computer macht, näher schildern müssen.

Davon ist bei den Anrufen des Rechtspflegers der Staatsanwaltschaft Hannover nie die Rede gewesen. Zeit schinden ist offenbar das Motto gewesen, und dann: Rein ins offene Messer eines richterlichen Beschlusses. Wenn ich das geahnt hätte, hätte ich jedes Computer-Problem protokolliert. Und bei jedem Telefonanruf des Rechtspflegers der Staatsanwaltschaft Hannover hätte ich gleich wieder aufgelegt.

Das vorläufige Schlusskapitel schreibt das Celler Oberlandesgericht, das den Beschluss des Hildesheimer Landgerichtes bestätigt. Ergo: Ein Rechtspfleger darf am Telefon lügen, Behörden dürfen fremdes Eigentum beschädigen.

Liebe Kinder, Ihr solltet diesen Text nicht gelesen haben, denn euch wird das von euren Eltern vielleicht noch anders beigebracht…

No-Jobcenter

Idee ins Abseits befördert

Wilhelmshaven. „Fordern und fördern“ lautet das Motto der Jobcenter? Unaufgefordert jedoch wird man schnell in einen Papierkrieg befördert, der unter Umständen länger dauern kann als der 30-jährige Krieg. Da hilft nur eins: Anträge zurückziehen, die Waffen strecken. Sonst wird nie etwas aus einer Idee, wie aus meiner, die ich am 20. März 2006 bei einem Chat mit einem Fan von Dynamo Dresden hatte: Bundesweite Seiten einrichten für die Fans aller Fußballvereine, dort Aktionen vorstellen, gemeinsame Begeisterung entfachen. „Gute Idee“, fand der Niedersächsische Fußballverband, den ich am 21. März 2006 informierte. Also stellte ich schon einmal ein paar Seiten ins Netz, denn Werbung konnte nie schaden. Informiert wurde von mir auch das Jobcenter, am 9. Mai 2006 schaltete ich sogar eine Anzeige in der „Wilhelmshavener Zeitung“. Zwischenzeitlich hatte mich das Jobcenter dazu aufgefordert: Wenn Sie mit diesen Fan-Seiten den Sprung in die Selbstständigkeit wagen wollen, dann unterrichten Sie bitte das Finanzamt, das Gewerbeaufsichtsamt und die Künstlersozialkasse, die für die Sozialversicherung zuständig wäre, wenn aus einem Hobby eine „gewerbsmäßige Tätigkeit“ wird. Wurde erledigt – und von der Künstlersozialkasse bekam ich auch umgehend einen Formularsatz, vom Jobcenter einen Antrag auf Gewährung von Einstiegsgeld für sechs Monate. Füllte ich aus – am 11. April 2006. Zwei Monate später meldete sich erneut die Künstlersozialkasse, forderte Nachweise über meine bisherigen Einnahmen, die ich noch gar nicht haben konnte, weil es noch gar keine Entscheidung des Jobcenters gab. Dort tüftelte man derweil weitere Fragen an mich aus, die mir am 23. Juni 2006 zugestellt wurden. Manches grenzte schon an Spionage, denn gefordert wurde von mir beispielsweise der Nachweis, dass ich bei einer Förderung meinen Computer nur beruflich, keinesfalls privat nutzen würde. Vorlegen sollte ich außerdem eine „bisherige“ Gewinn- und Verlustrechnung für meine Fan-Seiten, die aus der Planungsphase noch gar nicht herausgekommen waren. Andererseits ließ das Jobcenter Zweifel an meinem Projekt durchschimmern und erkundigte sich zum wiederholten Male, wie ich mit den Fanseiten überhaupt Einnahmen erzielen wollte. Das hatte ich zwar schon erläutert, aber doppelt und dreifach fragen ist wohl besser, wenn man nie zuhört. Und ich würde die Behörden, die ich auf Geheiß des Jobcenters über meine Idee informiert habe, wohl nie wieder los werden. „Jetzt geht es los“, singen die Fans, wenn es für die eigene Mannschaft gut läuft, aber noch besser werden könnte. Das Jobcenter jedenfalls hätte ich besser nicht über meine Idee informiert. Denn: Wenn etwas aus den Fan-Seiten werden soll, muss ich es allein probieren. „Fordern und fördern“ ist eben wohl doch nur eine Floskel in Sonntagsreden. Gefördert worden wäre ich übrigens mit höchstens der Hälfte des Regelsatzes, also mit monatlich 172,50 Euro. Die erste Rate habe ich inzwischen bereits ausgegeben, ohne das Geld jemals erstattet zu bekommen – mehr kann ich mir nicht leisten…
Das machte ich dem Job-Center vergangene Woche bei einem persönlichen Gespräch noch einmal klar. Die Reaktion: Achselzucken…
Heinz-Peter Tjaden

Jeder Brief des Jobcenters endet übrigens mit „Für Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.“ Wie man allerdings Fragen stellen soll, wenn nie jemand ans Telefon geht, bleibt mir verborgen.
Bei Radio Jade gibt es dazu ein Diskussionsforum

In eigener Sache

Wilhelmshaven. Zwei Blogger aus Potsdam haben sich Kommentare meiner Beiträge zum Hobby gemacht. Ich bekomme dann jeweils mails, in denen ich über die Anmerkungen informiert werde. Da ich die Kommentatoren inzwischen kenne, lösche ich diese mails ungelesen. Jede Zeile an mich von diesen beiden ist also reine Zeitverschwenung…
Heinz-Peter Tjaden

Ponys gehen mit Kutsche durch

Middelsfähr (tj). Eine Schwerverletzte, eines der beiden Ponys eingeschläfert: Bei Middelsfähr sind die Ponys mit einer Kutsche durchgegangen, in einer Kurve krachte die Kutsche erst gegen einen Baum, dann gegen einen Zaun. Die 41-jährige Kutscherin erlitt schwere Verletzungen, eine Mitfahrerin kam mit leichten Blessuren davon.

Wunsch-Nacht

Wilhelmshaven (tj). Schon seit Wochen freut sich Kyra auf die „Sternschnuppen-Nacht“. Mit ihren Freundinnen Jessica und Ann-Kathrin will sich die 13-Jährige auf einen Weg am Deich legen und beobachten, was am Himmel geschieht. Der Sternschnuppenschwarm der Perseiden verspricht ein fantastisches Schauspiel. Bis zu 110 Meteore pro Stunde können heute Nacht aufleuchten. Kyra und ihre Freundinnen haben also viele Wünsche frei…

Fürwahr…

die Wilhelmshavener SPD ist eine tolle Partei, hat sich entschieden für einen Kommunalwahlkampf, in dem nur noch die Wahrheit gesagt wird. Nicht wie Menzel, als er Oberbürgermeister werden wollte und das Blaue vom Himmel versprach. Der ist wohl inzwischen aus der SPD ausgeschlossen worden? Das Motto lautet „Unser Wilhelmshaven“. Fürwahr, das ist unvergleichlich! Wo warst du Adam? hat die SPD bewiesen, dass sie sich in der Literatur bestens auskennt. Frank und frei hat sie auch für den einen neuen Job gefunden. „Unser Wilhelmshaven“ ist auch das Motto bei der „Wilhelmshavener Zeitung“. Allerdings: Das schreit man da hinter den Kulissen. Geworben wird dagegen von denen kurz vor der 20000-Exemplare-Auflage mit „Es ist uns egal, wo Sie uns lesen.“ Aber als Sozialdemokrat muss man ja nicht alles lesen. Walter Schulz beispielsweise seine Urkunden nicht. Hat der eigentlich jemals eine für die gescheiterte Verhinderung des Freizeitheims Nord bekommen? Von den 16- bis 18-Jährigen wird nach einer Umfrage in Wilhelmshaven kaum jemand zur Wahl gehen. Die können lesen! „Unser Wilhelmshaven“ – das lädt zu Sprüchen ein. Also, liebe Wilhelmshavener SPD, wir Wähler werden zwar nur zu bestimmten Terminen hofiert, aber Wilhelmshaven gehört euch ganz bestimmt nicht! Aber endlich einmal habt ihr den Mut, euren Besitzanspruch zur Wahl zu stellen. Nun denn: Dieses Wilhelmshaven könnt ihr gern behalten. Vielleicht sollten wir die schlechtesten Sprayer der Stadt engagieren?
Heinz-Peter Tjaden

Schon wieder so ein Unfall!

Wilhelmshaven (tj). Das Motorrad ist bis zum Neuengrodener Weg geflogen: Beim Linksabbiegen vom Triftweg in die Freiligrathstraße übersah ein 30-jähriger Autofahrer am Freitag gegen 6.35 Uhr einen Motorradfahrer. Bei dem Zusammenstoß wurde der 50-Jährige 20 Meter durch die Luft geschleudert und schwer verletzt. Der 30-Jährige erlitt einen Schock. Der Verkehr wurde bis 8 Uhr über Neuengroden umgeleitet.

Wildnis in der Stadt

*Wildnis in der Stadt“ – wie sieht das aus, was soll das sein? Gibt es das überhaupt? Der NABU und sein Kooperationspartner Vodafone schreiben zu dieser Frage einen Fotowettbewerb aus. Das Besondere: Fotografiert werden darf nur am 9. und 10. September und zugelassen sind lediglich Aufnahmen von Digitalkamera oder Handy. Gesucht werden Natur-Motive aller Art, soweit sie einen Bezug zum scheinbaren Gegensatz Stadt und Wildnis haben.

*Uns hat die Idee, moderne Technik und Naturerlebnis kreativ miteinander zu verbinden, fasziniert“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. *Es ist zugleich eine andere Art, die Menschen für die Schönheit und Bedeutsamkeit unserer Natur zu sensibilisieren.“

Auch Dr. Bernhard Lorentz, Leiter Corporate Responsibility und Stiftungen bei Vodafone sieht den Reiz in diesem Gegensatz: *Mittlerweile gibt es mehr als 70 Millionen Handynutzer in Deutschland. Die meisten besitzen bereits ein Handy mit integrierter Kamera, über die sie oft miteinander Videotelefonieren. Jetzt heißt es, mit dieser modernen Technik Fotos von Wildnis-Motiven in der Stadt zu knipsen. Durch das Auge der Kamera wird ein Teil der Umgebung völlig neu entdeckt und gewinnt für jeden dadurch eine andere Bedeutung.“

Für die ersten drei Plätze gibt es je ein hochwertiges Fotohandy, weitere Preise gibt es für die besten Bilder von Platz 4 bis 20. Als Sonderpreis für das originellste Foto verlost der NABU ein Erlebniswochenende auf Fehmarn im Wasservogelreservat Wallnau. Zudem werden die besten Einsendungen auf der NABU- und der Vodafone-Website gezeigt sowie in der NABU-Zeitschrift Naturschutz heute abgedruckt. Die Siegerfotos wählt eine Fachjury aus.

Die Bilder – nicht mehr als drei je Teilnehmer – als JPG oder TIF und in einer Größe von mindestens 10 mal 15 Zentimetern (bei 300 dpi) mailen an wildnis@NABU.de. Die ersten Bilder dürfen nicht vor dem 9.September 9 Uhr eingehen, Einsendeschluss ist am 10. September um Mitternacht.

Vodafone und der NABU haben am 9. Mai 2005 einen Kooperationsvertrag geschlossen. Mit ihrer auf vier Jahre angelegten Partnerschaft wollen sich die beiden Partner gemeinsam in konkreten Projekten für die Ziele des Naturschutzes und der nachhaltigen Entwicklung engagieren.

Ein Garten Eden

„Ein Garten Eden inmitten der Hölle“ ist die Lebensgeschichte der heute 103jährigen Pianistin Alice Herz-Sommer. 1903 wurde sie in Prag in ein feinsinniges Elternhaus hineingeboren, ein Haus, in das Künstler und Literaten ein und aus gingen. Max Brod gehörte mit zum Kreis der Verehrer von Alices älterer Schwester, Felix Weltsch, Gustav Mahler und Oskar Baum waren häufig Gäste der Familie und Franz Kafka war für Alice wie ein Bruder.

1941 bricht das Unheil in die Welt von Alice Herz-Sommer: Ihre Mutter wird deportiert. Und da fasst sie einen verzweifelten Entschluss: Sie wird die 24 Etüden von Frédéric Chopin einstudieren, die technisch schwierigsten Klavierstücke, die sie kennt und die selbst ein Artur Rubinstein nie alle gespielt hat. Hinter diesem Vorhaben steht ein wenig magisches Denken: Vielleicht wird ja alles gut enden, wenn sie diese schwierige Aufgabe meistert.

Doch 1943 werden sie, ihr Mann und ihr sechsjähriger Sohn nach Theresienstadt deportiert, wo sie vor den Häftlingen die Chopin-Etüden spielt. Ihr gelingt es, ihren Sohn Raphael für die Musik zu begeistern, dass er später zu einem berühmten Cellisten wird. Alice Herz-Sommer und Raphael entgehen wie durch ein Wunder dem Transport nach Auschwitz. Ihr Mann aber starb in Dachau. Nach dem Krieg zieht sie nach London, wo sie heute noch lebt. Ihr Sohn ist mittlerweile verstorben.

Alice Herz-Sommer erzählt vom Prag Kafkas ebenso wie von der Hölle der Lager, in ihrer Geschichte klingen sowohl Musik als auch die Befehle der Wachmannschaften von Theresienstadt. Ihr Leben ist die Geschichte einer doppelten Liebe: der Liebe einer Mutter zu ihrem Kind und der Liebe einer Künstlerin zur Musik.

Ein Garten Eden inmitten der Hölle erscheint am 21. September!

Kostenlose Hotline

Wilhelmshaven. Frauen wollen mitentscheiden, wenn es um ihre Gesundheit und Fragen wie Krebsvorsorge, die Wahl der Empfängnisverhütung oder das Behandeln von Wechseljahresbeschwerden geht. Dafür ist es wichtig, dass sie gut informiert sind. Nur so können sie ihrem Arzt die richtigen Fragen stellen und aktiv mitwirken. Die Techniker Krankenkasse (TK) bietet deshalb vom 14. bis zum 18. August 2006 täglich von 8 bis 21 Uhr eine kostenlose Hotline an. Fachärzte des TK-Ärztezentrums beantworten unter der Telefonnummer 01802 / 85 00 85 auch für Nicht-TK-Versicherte Fragen zur Frauengesundheit.

Bald Schluss mit Blaualgen?

Wilhelmshaven (tj). Blaualgen im Banter See führen zu hitzigen Diskussionen, denn dieser See wird als Freizeitgebiet immer wichtiger. Forscher tappen jedoch wohl ziemlich im Nassen, wenn es um die Ursachen geht. Da helfen Taten – wie jetzt im Accumer See. Dort hat die Fachhochschule eine Apparatur installiert, die sauerstoffreiches Oberflächenwasser in die Tiefe fördert. Angelegt ist dieses Pilotprojekt auf sechs Monate. Endet es erfolgreich, wird das „Freistrahlverfahren“ auch im Banter See eingesetzt. Davon verspricht sich die Stadt Wilhelmshaven, dass alle – von Gartenbesitzern über Taucher und Schwimmer bis hin zu Anglern – ungetrübten Freizeitspaß haben.